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Asphalt, Beton und Stahl stehen im Mittelpunkt seines Seins. Ein paar Skates als fahrbarer Untersatz, die Rollen, die ihm die Welt bedeuten. Auch wenn selbige ihm schon öfter mal den Job gekostet haben. Im Leben gilt es Prioritäten zu setzen und die standen beim Salzburger nie zur Debatte.
Unverwundbarkeit ist der Wunsch, den sich der Inlineskater gern von der Glücksfee erfüllen lassen würde. Für jemanden, der den VW-Bus zur Schanze umfunktioniert und sich selbst als tickende Zeitbombe bezeichnet, ein sehr nachvollziehbarer Gedanke. In die Gedankenwelt der Allgemeinheit möchte der 26-Jährige außerdem eindringen, mit den Plänen in seinem Kopf könnte er auch das erreichen.
Wird er gefragt, wie eine perfekte Woche auszusehen hätte, könnte die Antwort folgend ausfallen:
Stefan Horngacher packt seine Skates, zwei Kumpels und einen Fotografen in eine schwarze Benz-Limousine und tourt quer durch Deutschland, kommt in Dresden, Hannover, Bremen und Essen vorbei, besucht viele Skaterfreunde und findet noch mehr Spots.
Für den Streetskater ist eine Tour durchs Nachbarland eine der anderen Art: ohne Zeitdruck, ohne irgendwohin zu müssen. Die freie Wahl haben, Spots richtiggehend auskosten und Kreativität walten lassen; „Horn“ ist zufrieden mit sich und der Welt.
„Wenn du lang genug kämpfst, kommst du auf deinen Berg, egal wie hoch er ist“ – eine Philosophie, die der Blondschopf in seinem sportlichen Leben eisern verfolgt. Auf zahlreichen Contests und Touren rollt, grindet und slidet der Inlineskater um den besten Platz und den abgefahrensten Spot. Diese Einstellung hat ihm schon das eine oder andere Mal den Job gekostet. Schließlich wurden nicht immer alle Arbeitgeber hundertprozentig eingeweiht, wenn ein Wettbewerb auf dem Programm stand; doch wie es Teufel Zufall will sitzt der Chef vor der Flimmerkiste, als das Talent des Inlineskaters sogar im Fernsehen übertragen wird. Dass der vorgeschobene Krankenstand nicht immer auf Verständnis und Nachsicht traf, leuchtet auch dem Akrobaten selbst ein.
Dennoch wird Horn seinen Traum nicht aufgeben. Im Gegenteil: Ständig ist er auf der Suche nach neuen Spots, neuen Herausforderungen und nie dagewesenen Stunts. Der Erfolg gibt ihm Recht: 2009 wurde der Österreicher zum zweitbesten Rollerskater der Welt gewählt. Obwohl diese Auszeichnung eine große Ehre ist, so wird jedem, dem Mathematik nicht ganz fremd ist, sofort klar: Es ist noch Platz nach oben. Und genau dort will Stefan hin! Für 2010 hat er bereits ein einzigartiges Highlight geplant, das Extremsport, Style und Kultur verbindet. Mehr wird noch nicht verraten.