Sigi's Details
Info Sigi
Vom Naturburschen und Bergbauernsohn zum Star der alpinen Snowboard-Szene. Die Erfolgsgeschichte von Sigi Grabner kannte bisher kaum Grenzen und geht heuer in die bereits 17. Saison. Nach einem verletzungsbedingt eher mäßigen Olympia-Winter will es der 35-jährige Routinier und Gesamtweltcupsieger von 2009 noch einmal wissen und steigt neuerlich mit voller Motivation aufs Brett.
Mit vier Olympia Teilnahmen und 36 Weltcupsiegen gilt Sigi Grabner als der Inbegriff des österreichischen Snowboardsports. Der Kärntner startet bereits in seine 17. Rennsaison und gehört einmal mehr zu den Top-Favoriten des Winters. Vielleicht auch gerade deshalb, weil die vergangene Rennsaison nicht ganz nach dem Geschmack des fünffachen Europameisters verlief. Nach dem Sieg im Gesamtweltcup 2008/09, zog sich der Snowboardprofi während der Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Vancouver eine Sprunggelenksverletzung zu. „Letzte Saison musste ich das erste Mal erleben, dass ich nicht Snowboarden gehen durfte. Das war schwer und eine neue Erfahrung. Jetzt bin ich wieder gesund, fühle mich wohl und bin unendlich froh, dass ich wieder richtig mit Vollspeed über die Piste carven kann!“
Vor knapp zehn Jahren hat der Käfer-Cabrio-Fahrer seine Zelte übrigens in Andorra aufgeschlagen. Wanderte im Laufe vieler Weltcup-Saisonen vom elterlichen Bauernhof – dem höchstgelegenen in ganz Kärnten –, wo er am Feld vor der Haustür seine ersten Snowboardversuche wagte, in die Pyrenäen oder radelte für den guten Zweck „einmal bis ans Ende der Welt und retour“. Immer noch kommt er gerne auf den Hochsinner-Hof, „um Kraft zu tanken und mich von meiner Mutter mit Kärntner Kasnudeln verwöhnen zu lassen. Mähen und Heuarbeiten sind natürlich Ehrensachen“, sinniert der traditionell langhaarige Sportfreak.
Neben seinen sportlichen Qualitäten verfügt der Weltmeister von 2003 über einen ausgeprägten Geschäftssinn, behält seine jahrelangen Erfahrungen nicht für sich, sondern baut erfolgreich Snowboards der Marke SG und unterhält sein eigenes Team. Aus beruflichen Gründen zieht es den Ausnahmeathleten zwischendurch auch immer wieder ins Reich der Mitte. Im asiatischen Raum hat er sich schon vor Jahren einen Namen gemacht und ist in fast jedem DVD-Shop und mittlerweile auch in Sportgeschäften zu finden. „Meine selbst entwickelten SG-Snowboards finden in Japan reißenden Absatz“, freut sich Sigi und plaudert über durchgeführte Snowboard-Camps, zu denen sich auch ältere Semester verirrten. „Am meisten staunte ich über einen 67-jährigen Japaner. Er war über den Weltcup und meine Ergebnisse bestens informiert. Am Ende des Camps bat er mich, eine meiner Alpin-DVDs zu signieren.“
Aus sportlicher Sicht hat der Mittdreißiger bei der Vorbereitung auf den diesjährigen Winter auf Trainings in Neuseeland und Japan gesetzt. Dass es sich in diesem Jahr um die letzte Rennsaison handelt, ist bei der derzeitigen Motivation des Snowboardroutiniers nur schwer vorstellbar: „Solange ich Spaß habe, bleibe ich dabei. Und derzeit verspüre ich wieder enorm viel Spaß am Rennfahren und bin extrem motiviert für die nächste WM-Saison, denn so kann ich meine Rennkarriere natürlich nicht beenden.“ Und so bleibt es spannend für den Kärntner, der wieder fit in das Renngeschehen einsteigt um ganz vorne mitzumischen: „Snowboarden ist eben das, was ich am liebsten mache!“.