Marc Swoboda

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Marc Swoboda ist ein Naturbursch mit dem Prädikat „Exot“. Denn als Niederösterreicher hat er mit Freestyle Snowboarden wohl nicht den typischen Berufsweg seiner Landsmänner eingeschlagen, zumal man dort auch nicht inmitten von Schnee und Bergen aufwächst. Dass sein Weg aber dennoch der richtige war, das hat der Brettartist und Blues-Gitarrist bereits mehrfach bewiesen und überrascht im Snowboard-Movie „Loveolution 2“ mit einem ganz neuen Talent – dem Schauspielern.

Geboren wurde das Multitalent vor 25 Jahren in seiner Heimatgemeinde Tulln. Dort ist er eigentlich recht wohlbehütet aufgewachsen – abgesehen von der Tatsache, dass er sich in der Freizeit schon als Halbwüchsiger mit Freude über Schanzen katapultierte, die in Höhe und Weite das mehrfache seiner Körpergröße ausmachten.

Aus einem „Three-Sixty“ wurden mehrere, aus dem Teen ein Erwachsener. Mit Marc selbst wuchsen auch seine Erfahrung, Mut und Können. So folgte für ihn die logische Konsequenz, die Passion zum Beruf zu machen und als Profi über Kicker und Rails auf der ganzen Welt abzuheben. Zu seinen größten Erfolgen zählen der 1. Platz beim Europa-Finale des Peanut Butter Rail Jams sowie der dritte Platz beim World Final (2008). Bereits 2007 konnte er sich in der nationalen Ausscheidung den Sieg beim Peanut Butter Rail Jam sichern. Im gleichen Jahr wurde außerdem seine Performance bei den Spring Classics in Kaunertal zum Best Trick gekürt. Bei der Austrian Rookie Challenge räumte er ebenfalls ab und packte sich die Titel Best Style, Best Railrider und Best Overall Rider in den Rucksack. Der emotionalste Moment in seiner luftigen Karriere war für Marc aber der Ästhetiker WänglTängl 2007 (5star TTR-Event), wo er sich den vierten Platz sowie die Titel Best Rail und Best Oldschool Tweak auf seine Visitenkarte schrieb. Dazu kam 2008 noch der zweite Rang bei den Red Bull Nanshan Open in Peking.

2009 wurde der ruhige Niederösterreicher von einer Verletzungsserie fast über die gesamte Saison außer Gefecht gesetzt. Ein gebrochenes Fußgelenk und ein gebrochenes Schlüsselbein machten die Teilnahme an den meisten Wettbewerben unmöglich. Dennoch konnte der ehrgeizige Athlet in drei Videoproduktionen mitwirken – Isenseven - Let’s go get lost, Love Distribution - Loveolution, Bamboo Motion Pictures - Mosaic – und sicherte sich zudem Platz 10 beim Air & Style in Innsbruck. 2010 erntete er beim Red Bull Upside Down in Linz trotz angeschlagener Schulter den vierten Rang. Die kommende Saison möchte der Brettartist „etwas lockerer angehen“ und fügt hinzu: „Ich hatte in den letzten Jahren mit Verletzungen zu kämpfen und möchte nun einmal eine ganze Saison schmerzfrei bleiben. Mein Ziel ist es, ohne Stress zu fahren, viele Videos zu drehen und Spaß zu haben.“

Wenn der 25-jährige also nicht gerade bei einem Contest anzufinden ist, dann sehr wahrscheinlich bei Videoaufnahmen für das nächste erfolgreiche Snowboard-Movie: „Turn on, tune out, drop in“ von Nitro und „Loveolution 2“ von Seppi Scholler – zwei Filmproduktionen von 2010, in denen der Snowboarder nicht nur Freestyle- sondern zusätzlich sein schauspielerisches Talent an den Tag legte. Letzteres stellt der Profi aber bescheiden in Frage und kann sich dies, „wenn überhaupt“, nur durch seine Begeisterung für das österreichische Kabarett und seinem intensiven Studium ebendieses erklären.

Entspannen auf dem Trampolin – das steht in der Freitzeit auf dem Programm. Dort lässt Marc bevorzugt die Seele baumeln und übt nebenbei immer neue Tricks, Spins und Salti. Beim Baseball jagt er nicht sich selbst sondern die Bälle durch die Luft und hält sich außerdem konditionell fit. Für Mainstream-Musik hat der Mittzwanziger nicht viel übrig, vielmehr hört er alten Hip Hop und bezeichnet sich als großen Blues-Fan. Seine Baby Taylor – „das ist meine Reisegitarre, Blues-Rhythmen und den einen oder anderen Bob Dylan Song habe ich bereits drauf“ – natürlich immer mit im Gepäck. Auch wenn er das halbe Jahr quer über den Globus unterwegs ist, so kehrt er doch immer auch gerne wieder nach Hause zurück – nicht zuletzt dank Mamas Küche und deren beliebter Lasagne.