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Er ist so etwas wie der „real life“ James Bond. Der 37jährige Österreicher Felix Baumgartner hat in den letzten sechs, sieben Jahren nicht nur Meilensteine des Fallschirmspringens, genauer des in den meisten Ländern verbotenen B.A.S.E. Jumping*, gesetzt, er hat diesem Extremsport geradezu cineastische Dimensionen verliehen. Als er 1999 vom höchsten Gebäude der Welt, den Petronas Towers in Malaysia sprang, verkleidete er sich als Geschäftsmann mit dem Fallschirm im Aktenkoffer, ehe er durch die Lüftung nach außen kletterte.
Kurz darauf sprang er von der Christus-Statue in Rio de Janeiro, nachdem er das Seil zum Hinaufklettern mit einer Armbrust über den Arm des Wahrzeichens geschossen hatte. Ein Megacoup war 2003 die Überquerung des Ärmelkanals mit einem Karbonflügel, mit dem inzwischen verschiedene Armeen der Welt experimentieren.
Am Morgen des 18. August 2006, hat der Medienstar aus Salzburg seiner spektakulären Karriere ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Er stürzte sich vom so genannten „Turning Torso“ in der Schwedischen Stadt Malmö, mit 190 Metern Skandinaviens höchstem Gebäude, öffnete nach drei Sekunden im freien Fall den Fallschirm und flüchtete nach der Landung auf dem Motorrad eines Helfers.
Auf das Dach des 57 Stockwerke hohen, gedrehten Bauwerkes des Architekten Santiago Calatrava war Baumgartner wegen der extremen Sicherheitsvorkehrungen wieder in typischer Weise gelangt: Er sprang mit einem zweiten Fallschirm aus einem Hubschrauber, landete auf dem Dach, entledigte sich des Schirmes, nahm den zweiten und sprang nur zwei Minuten später vom „Turning Torso“.
„Von der Vorbereitung her eine sehr komplexe Aufgabe“, meint Baumgartner auf dem Boot nach Dänemark. Wochenlang hatte er sich vorbereitet und das Gebäude studiert. „Mit dem Fallschirm am Dach zu landen wollte ich schon lange einmal ausprobieren. Und dass jeder gesagt hat, es wäre unmöglich hat mich noch mehr gereizt. “
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