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Mit seinem zweiten Platz im Gesamtweltcup setzte Christoph Sumann in der Saison 2009/2010 ein starkes Ausrufezeichen. Der Steirer ist einer der Hauptverantwortlichen für den österreichischen Biathlon-Boom der vergangenen Jahre und einer der erfolgreichsten österreichischen Biathleten der Geschichte: Bronze bei der WM in Hochfilzen 2005, zwei Mal Silber bei der WM in Südkorea 2009, zwei Mal Silber bei den Olympischen Spielen in Vancouver 2010. Für 2011 ist eine Erweiterung der Medaillensammlung geplant.
Sumann startete wie seine Teamkollegen Daniel Mesotitsch und Fritz Pinter als Langläufer. Seine ersten Schießversuche machte er erst im Jahr 2000 (mit einem alten Gewehr, das ihm sein Vater vom Dachboden geholt hatte). Mittlerweile operiert Sumann selbstverständlich mit Präzisions-Kleinkalibergewehren. Änderungen am Holzschaft, wie sie jeder Biathlet vornimmt, lässt Sumann bis heute von seinem Nachbarn und Jugendfreund Willi vornehmen. „Ich spring einfach über den Zaun und bring ihm das Ding rüber“, sagt er über seinen persönlichen Servicemann.
„Biathlon ist der spannendste Sport”, sagt Sumann, „weil sich zwei total konträre Disziplinen verbinden: Die Ausdauerkomponente trifft auf Schießtechnik. Bevor der letzte Schuss gefallen ist, ist das Rennen nicht entschieden. Wenn du beim Biathlon mit einer Minute Vorsprung zum letzten Schießen kommst und vier Mal verschießt, dann war’s das mit dem Sieg.”