Bernd Zangerl

null

Zangerl Feed

Bernd's Details

Info Bernd

null

Bernd Zangerl erblickte am 23.09.1978 in Zams in Tirol das Licht der Welt. In Flirsch am Arlberg verbrachte er seine Kindheit und besuchte dort die Grundschule. Aus dieser frühen Zeit kommt bereits seine Faszination zur Bergwelt. Nach der Volkschule besuchte er das Gymnasium in Landeck und maturierte 1997 an der Höheren Technischen Lehranstalt ( Hoch und Tiefbau ) in Innsbruck. Aber die Architektur reizte ihn nicht wirklich, so entschied er sich 1999 nach dem Zivildienst beim Roten Kreuz für das Studium der Geographie und der Geschichte.

Der „natural born freeclimber“, wie er sich selbst gern bezeichnet, begann schon 1994 mit dem Klettern. Anfangs war Bernd mehrheitlich in den großen, alpinen Wänden der Alpen unterwegs. Mit 16 Jahren stand er bereits am Gipfel des Grand Capucin. ( Mt. Blanc Gebiet ). Nach einem Felssturz in der Marmolada Südwand beendete der Tiroler seine abenteuerliche „Alpinkarriere“ und widmete sich dem Sportklettern. Innerhalb weniger Jahre durfte er zur heimischen Kletterelite zählen. Bei seinem Wettkampfdebüt 1998 wurde Bernd bereits österreichischer Vizemeister.

1999 entdeckte der Sportler dann seine wahre Leidenschaft: das Bouldern. In den folgenden Jahren verbrachte er jede freie Minute zwischen den Felsen und innerhalb kurzer Zeit gehörte er auch in dieser Sportart zu den Besten. 2001 konnte der Tiroler nicht mehr nur vom damals schwierigsten Boulder der Welt, genannt „Dreamtime“, träumen, sondern ihm tatsächlich eine Begehung abringen und katapultierte sich so in das internationale Rampenlicht. Heute zählen seine Erstbegehungen – „Anam Cara“, „Memento“ und „Viva La Evolution“ – zu den schwierigsten Routen der Boulder-Welt. Teilweise beißt sich die Konkurrenz noch heute daran die Zähne aus.

In den letzten Jahren begab sich Bernd vermehrt auf Neulandsuche. Er bereiste die ganze Welt und hinterließ etwa in Südamerika, Südafrika und Asien seine Spuren im Fels. Kaum verwunderlich also, dass er als Wohnsitz „all around the world“ angibt. Ebenso exotisch wie seine Reiseroute liest sich auch die Liste seiner Lieblingsspeisen: African Steak, Sushi, Thai-Küche und Pasta sind nur einige davon. Neben zahlreichen Reise- und Kletterberichten in internationalen Magazinen brachte er 2005 ein ganz besonderes Projekt in den Kasten. Auf 16mm-Filmrollen drehte er zusammen mit dem Filmemacher Gerald Salmina fast drei Jahre an einem revolutionären Boulderfilm. „MEMENTO – a Boulder life line“ lautete das sehenswerte Ergebnis, das innerhalb kürzester Zeit zum meist verkauften Kletterfilm Europas wurde und in vier Filmfestivals in seiner Sparte gewann.

Neben seinen Klettertouren organisiert Zangerl seit Jahren Events, moderiert bei Filmfestivals, hält Vorträge und präsentiert so seinen spannenden Sport einem gespannten Publikum. Nicht zuletzt dafür wurde er 2003 als erster Europäer vom renommierten CLIMBING MAGAZINE zum „Boulderer of the Year“ gekürt.

2009 folgte der nächste Streich: In einer Nacht und Nebel Aktion bezwang der Tiroler in Berlin den 30 Meter hohen Molecule Man. Per Schlauchboot ging es über die Spree zum Fuße der Aluminium-Skulptur des US-Bildhauers Jonathan Borofsky. In Minuten hangelte er sich an den drei Männern hoch, genoss kurz den Ausblick über die deutsche Hauptstadt und verschwand bei Sonnenaufgang wieder leise in Richtung Ufer.

Damit ist die Abenteuerlust von Zangerl aber noch lange nicht gestillt. Immer wieder bereist der Kletter-Profi die abenteuerlichsten Plätze auf der ganzen Welt, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und gewagten Routen.

www.berndzangerl.com