Wind und Schnee machten eine Besteigung des Cerro Torre für David Lama bisher unmöglich. In seinem Blog aus Patagonien schildert der Tiroler seinen abenteuerlichen Aufstiegsversuch.
Seit drei Wochen kämpfen David Lama (19) und sein Kletterpartner Daniel Steuerer (20) im argentinisch-chilenischem Grenzland mit den Launen des Wetters. Ihr ehrgeiziges Ziel ist die Besteigung des Cerro Torre (3.133 Meter) im Freikletterstil. Den letzten Versuch wagten die Alpinisten am 28. Dezember.
„Um Mitternacht gingen wir aus El Chalten los und waren kurz nach Sonnenaufgang im Nipo Nino – unserem ersten Camp. Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Schulter. Der viele Schnee, der in der letzten Schlechtwetterphase gefallen war, machte das Vorankommen beinahe unmöglich. Wir mussten rund vier Stunden in knie- bis hüfttiefem Schnee spuren, um zum Start der Kletterei auf die Schulter zu kommen“, erzählt Lama.
„Um 18 Uhr stand ich dann endlich auf der Schulter. Dort musste ich jedoch feststellen, dass unser ganzes Material, das wir im Bergschrund verstaut hatten, unter mehreren Metern Schnee begraben war. Es blieb uns also nichts über, als wieder drei Stunden ins Nipo Nino abzusteigen. Am nächsten Morgen konnte man bereits die ersten Anzeichen von Schlechtwetter erkennen und wir beschlossen wieder zurück nach El Chalten zu gehen.“
Seit diesem Versuch sitzen David und Daniel wieder in El Chalten fest, da der Wind und die Niederschläge zu stark sind. Die Dauer der Kletter-Expedition ist bis Ende Februar veranschlagt.
www.david-lama.com
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