jazzyB © Red Bull Music Academy

Beim Red Bull Culture Clash treten am Mittwoch vier der wichtigsten Soundsysteme aus vier Generationen der Londoner Bass-Culture zum Fight um die fetteste Bassline an.


Egal welcher Musikstil es war, der in den letzten Jahrzehnten von London aus die Tanzflächen der Welt eroberte, eines stand fast immer im Mittelpunkt: die Bassline. Von den den ersten Soundsystemen in den 60er Jahren bis zur aktuellen Dubstep-Welle, drehte sich alles darum, die Magengegend und im Idealfall auch die Hosenbeine zum Vibrieren zu bringen.

Der Red Bull Culture Clash lädt nun die wichtigsten Vertreter von vier Generationen zu einem bunten Abend ein. Jede Crew hat jeweils 15 Minuten Zeit, die Crowd auf ihre Seite zu bringen. Am Programm: Roots Reggae, 90’s Soul, Drum’n’Bass und Dubstep. Hier die Soundsysteme im Überblick:

Saxon
Gegründet 1976 von jamaikanischen Einwanderern in London, gehört das Saxon Soundsystem zu den Fixstartern des jährlichen Notting Hill Carneval. Das Reggae-Kollektiv ist auch in der ganzen Welt und in Jamaika unterwegs. Saxon-Mitglied Papa Levi hatte mit „Mi God Mi King“ den ersten englischen Nr.1-Hit in Jamaika. Soviel zum Thema, englischer Reggae ist nicht so gut wie der aus der Karibik.


Soul II Soul
Das Londoner Soundsystem um Jazzie B (Bild oben) gehört zu den Pionieren, wenn es darum geht, Dance-Music in die Charts zu bringen. „Back To Life (However Do You Want Me)“ schafft es 1989 als einer der ersten Dance-Tracks an die Spitze der UK-Charts. Basierend auf Soul, inspiriert von Hip Hop und getrieben von der Idee, etwas eigenständig englisches zu machen, prägten die Produzenten Jazzie B und Nellee Hooper (Massive Attack) den Sound einer Generation.


Metalheadz
Mit der Verschmelzung von Ragga und Acid-House entstand Jungle und später Drum’n’Bass. Goldie und sein Metalheadz-Label zählen zu den wichtigsten Institutionen der rasenden Beats. Für den Clash hat sich Goldie Labelkollegin Storm, Andy C und Caspa als Unterstützung geholt.



Digital Mystikz
Die neueste Innovation im Londoner-Basskeller ist Dubstep. Mit Elementen von Rave, House und Dub schufen vor allem Mala und Coki mit ihrem Digital Mystikz-Label einen sehr hypnotischen Sound. Von den Studios und Clubs in Süd-London hat Dubstep inzwischen die Tanzflächen der Welt erobert und schafft es auch, in Genres wie Techno überzugreifen, wie „Left Leg Out“ von Mala, das es in die Setlist von u.a. Ricardo Villalobos schaffte.


Mehr detaillierte Stories zu den Londoner Soundsystemen gibt es in der Daily Note, dem täglichen Magazin der Red Bull Music Academy 2010 in London – zu finden an den Londoner Metro-Stationen oder hier zum Download.

Red Bull Music Academy presents Culture Clash
Mittwoch, 17. Februar 2010, 21:00 Uhr
The Roundhouse
Chalk Farm Road
NW1, London

www.redbullmusicacademy.com
 


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