Snowboard-Racer Sigi Grabner laboriert an einem gebrochenen Sprungbein. Das hält ihn aber nicht davon ab, Sommerpläne zu schmieden. Finnischer Tango ist nur einer davon.
Grüß euch Leute,
Wenn ich auch gern über Höhen und Tiefen der vergangenen Saison berichten würde: leider gab es keine nennenswerten Höhen. Die waren nämlich aufgrund meiner Verletzung (gebrochener Sprunggelenksknochen) bei der Olympiavorbereitung zum Abschreiben verurteilt. Jetzt, wo schön langsam der Frühling wieder ins Land zieht, kann ich der Saison 2009/10 aber eine positive Perspektive abgewinnen. Zumindest bin ich nun extrem motiviert für die nächste WM-Saison, denn so kann ich meine Rennkarriere natürlich nicht beenden.
Bis dahin muss ich eben schauen, dass ich die hartnäckige Blessur wieder loswerde, denn der Talus (auch Sprungbein genannt) ist aufgrund seiner geringen Durchblutung einem langsamen Heilungsprozess unterworfen – da werden einem schnell die Grenzen aufgezeigt. Deshalb stehen bei mir Massagen, Magnet-Resonanz-Therapie und Lymphdrainagen an der Tagesordnung.
Fad wurde mir aber deshalb noch lange nicht: Ich war als Zuschauer und Team-Fotograf mit meinen Jungs und Mädels von SG-Snowboards bei den Weltcup-Rennen in Valmalenco (Italien) und La Molina (Spanien) mit dabei. Darüber hinaus gibt es genug in der Boardentwicklung für die nächsten beiden Saisonen zu tun: Materialtests und Arbeiten am Design der Bretter mit den einzelnen Ridern und unserem „Haus- und Hofgrafiker“ Martin Robitsch.
Ab und zu geht sich auch ein Abstecher auf meinen elterlichen Hof auf der Turracher Höhe aus, wo ich noch immer gern zu Besuch komme und die Abgeschiedenheit genieße. Und mit meinen amerikanischen Kollegen Vic Wild und Justin Reiter habe ich zur Einstimmung in den Sommer eine Spritztour an die Côte d'Azur unternommen, wo wir das warme Wetter, das köstliche französische Essen und den Anblick der Mademoiselles von Cannes genossen.
Konkrete Sommerpläne habe ich noch keine. Worauf ich mich allerdings besonders freue, ist ein zweiwöchiger Tanz-Ausflug in die europäische Tango-Metropole Helsinki (!) mit meiner Freundin Elisabeth. Ob mein Sprungbein allerdings auch bei einer ausgedehnten Radtour mitmacht, kann ich noch nicht sagen, aber irgendwas in diese Richtung werde ich schon wieder anstellen!
Im August geht’s dann nach Neuseeland zum Freifahren und Filmen, und auch um ein paar Nachwuchstalente in Augenschein zu nehmen, die dort bei der Junioren-WM starten. Es gibt also genug zu tun, auch mit einem lädierten Haxen!
Bis dann, euer Sigi
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