Aksel Lund Svindal hat einen großartigen Start in die Saison 2011 hingelegt. Hier bloggt der Norweger über das mysteriöse „Alpen-Fieber“ in Adelboden, die heilende Wirkung eines Siegs und die nächsten Rennen in Wengen und Kitzbühel.
Hallo,
der Parallelslalom war zur Einstimmung auf die Saison 2011 wirklich cool: Ein Rennen mitten in München und das vor 30.000 Zusehern – so etwas sollte ein Fixtermin im Rennkalender sein. Denn das Publikum war begeistert, die Show war gut und das Rennen hat Spaß gemacht. Normalerweise müssen die Zuseher ja auf den Berg rauf, um so etwas zu sehen. Da ist es nur fair, wenn wir manchmal zu ihnen in die Stadt kommen. Leider bin ich gegen Julien Lizerux, dem späteren Finalisten, ausgeschieden. Na ja, meine Abfahrtsskier waren für dieses Rennen wohl nicht optimal. Trotzdem: Es war richtig aufregend.
Aber München war ja nur der Anfang. Es folgte der legendäre Riesenslalom in schweizerischen Adelboden. Dieser Ort ist das „Kitzbühel des Riesenslaloms“ – mit 30.000 Zusehern und einer atemberaubenden Atmosphäre.
Allerdings waren manche Fahrer nicht so gut drauf wie das Publikum. Denn viele von uns hatten sich einen Virus eingefangen – ich nenne ihn das „Alpen-Fieber“. Zwei Tage bin ich im Bett gelegen und hab dagegen angekämpft. Am dritten Tag musste ich raus, schließlich war ein Rennen angesagt. Eigentlich habe ich mich am Morgen noch nicht wohl gefühlt. Aber wie ich zum Schluss ganz oben am Podest gestanden bin, ist es mir richtig gut gegangen… Mein erster Sieg 2011 und ein perfekter Start in die Saison.
Nach dem Rennen bin ich aber zum Arzt gegangen. Sein Ratschlag: ein paar Tage Ruhe geben. Das ist leichter gesagt als getan, denn am Dienstag startet das Training für die Abfahrt in Wengen. Trotzdem werde ich mich ein bisschen schonen, weil es wichtig ist, gesund zu bleiben. Auf den Lorbeeren von Adelboden kann ich mich nicht ausruhen – denn jetzt kommt Wengen und dann schon Kitzbühel, sicher das verrückteste Abfahrtsrennen des Jahres.
Alles Gute und wir hören uns
Aksel
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