Markus Stöckl Markus Stöckl am Cerro Negro. (c) Mauricio Ramos / Red Bull Contentpool

Mounainbike-Downhill-Hoffnung Markus Pekoll ist jung, sauschnell und bloggt demnächst exklusiv auf redbull.at. Im Interview stellt sein Teamchef Markus Stöckl den Schladminger vor.

Markus Stöckl ist ein Grenzgänger. Beispiele gefallig?

2007 erreichte er in den chilenischen Anden mit einem Serienbike 210,4 km/h auf Schnee. Damit nicht genug: 2011 schaffte der Tiroler auf dem Cerro Negro in Nicaragua 164,95 km/h – diesmal auf Sand und Geröll. Stöckl kennt die Gefahr und verrät: „Unter diesen Umständen so schnell zu fahren, ist grenzwertig!“

Der Hüne, der in der Mountainbike-Welt unter dem Spitznamen „Hercules“ bekannt ist, hat aber auch eine andere Seite: Stöckl ist Unternehmer und Teamchef von MS Evil Racing. Für ihn fahren in der Szene bekannte Namen wie der neuseeländische Youngster Brook MacDonald oder der Slowene Filip Polc. Und Markus Pekoll.

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Der Österreicher (24) zählt zu den größten Mountainbike-Talenten des Landes und ist unser neuer Blogger auf redbull.at. Vergangene Saison überzeugte Pekoll im iXS European Downhill Cup 2011 und holte den Gesamtsieg. Heuer will er auch im Weltcup für Furore sorgen.


Wir haben vorher Teamchef Stöckl über den Youngster ausgefragt:

Wie würdest du Markus in ein paar Sätzen beschreiben?
Er ist ruhig, nachdenklich und ziemlich schlau. Markus zickt außerdem bei Problemen nicht herum und konzentriert sich aufs Wesentliche. Fahrtechnisch hat er noch Luft nach oben – er weiß das und arbeitet hart an sich.

Markus ist jetzt seit fast einem Jahr Teil deines Teams MS Evil Racing. Wie hat er sich in die Gruppe eingefügt?
Wir wählen grundsätzlich nur Fahrer aus, die zu uns passen. Wenn man ständig als Gruppe unterwegs ist, sind Streitigkeiten Gift. Markus entspricht einfach unserem Anforderungsprofil: Er ist ein Teamplayer.

Was ist Markus in diesem Jahr zuzutrauen?
Auf jeden Fall Top-10-Resultate im Weltcup. Er hat vergangenes Jahr gezeigt, wozu er fähig ist.

Du bist selbst aktiv und sorgst regelmäßig mit Geschwindigkeitsrekorden für Aufsehen. Gibt es Projekte, auf die wir uns schon freuen dürfen?
Das Team hat natürlich immer Vorrang. Ich suche aber nach Hängen für neue Rekorde und werde 2012 bei einem 24-Stunden-Rennen am Semmering starten.

Ist es nicht schwierig, das Team und die persönlichen Projekte unter einem Hut zu bekommen?
Man muss sich einfach selbst Prioritäten setzen. Klar gibt es Phasen, in denen Entscheidungen zu treffen sind, die einem nicht leicht fallen.

Zum Beispiel?
Als andere Teams versucht haben, Brook MacDonald aus unserem Team abzuwerben. Das wollten wir nicht zulassen. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, ihn zu halten. Wir haben außerdem einiges an der Ausrüstung geändert, zum Beispiel die Radfirma. Das sind wichtige Entscheidungen, die oft riskant sind. Wir gehen aber gerne solche Risiken ein, um voranzukommen.

Wohin soll der Weg für MS Evil Racing gehen?
Ganz klar: Wir wollen eines der besten Teams der Welt werden. Das bedeutet Weltmeistertitel und Fahrer, die im Gesamtweltcup ganz vorne dabei sind.
 

Mehr über Markus Stöckl und Markus Pekoll:
MS Evil Racing
Homepage von Markus Pekoll
Stöckls Speed-Rekord am Cerro Negro


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