Dem breiten Publikum eher unbekannt, ist Steve Reich der wichigste lebende amerikanische Komponist. Hier fünf Dinge, die man über den Ehrengast der Red Bull Music Academy wissen sollte.
1. Großer Preis
Steve Reich gewann 2009 den Pulitzer Preis für ein Sextett. Andere Musiker, die den Preis bisher erhielten: Ornette Coleman, Aaron Copland and Wynton Marsalis. Inoffizielle Gewinner sind John Coltrane and Duke Ellington.
2. Reicher Einfluss
Für eine Reihe bedeutender Musiker ist Steve Reich eine Inspirationsquelle: Brian Eno, John Edwards, David Bowie oder King Crimson. Auch junge Künstler wie Sufjan Stevens oder God Speed You Black Emperor haben viel von den Soundcollagen des 74-Jährigen gelernt. Seine Sounds sind auch vielfach gesampelt worden, unter anderem von Tortoise, Madvillain oder U.N.K.L.E.. Am berühmtesten ist sein Beitrag zu The Orb „Little Fluffy Clouds“.
3. Einfluss auf Reich
Die Einflüsse von Reich selbst sind Komponisten wie J.S Bach, Stravinsky, aber auch Ella Fitzgerald, John Coltrane oder Miles Davis.
4 Das Ohr auf den Schienen der Geschichte
In seinen Arbeiten ließ sich der Minimal-Musiker Reich gerne direkt vom historischen Geschehen beeinflussen. Als 1964 die Kuba-Krise die Welt in Atem hielt, fing er mit einem Taperecorder die Ansprache eines Predigers am San Francisco's Union Square ein, die er als Tape Loops zu einer mächtigen Soundcollage anwachsen ließ. Die apokalyptische Stimmung dieser Aufnahme ist der Grundstock für eines seine ersten Werke „It’s gonna rain“.
5. Strassenleben
Während seiner Studienzeit an der Juilliard School of Music in San Francisco schlug er sich als Taxifahrer durch und hatte ein kleines Transportunternehmen gemeinsam mit dem ebenfalls berühmten Minimal-Pionier und Komponisten Philip Glass. Steve sieht diese Zeit als große Inspiration: „Die Geräusche auf den Straßen sind musikalisch höchst interessant“.
Ein Fireside Chat mit Steve Reich gibt es auf www.redbullmusicacademyradio.com zu hören.
Die komplette Lecture bei der Red Bull Music Academy 2010 ist in wenigen Tagen auf www.redbullmusicacademy.com zu sehen.
Eine ausführliche Story zum Thema Minimal-Music gibt es in der Ausgabe 08 des "Daily Note", die tägliche Zeitung der Red Bull Music Academy 2010 zu lesen. Hier gehts zum download.
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