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Red Bulletin: Der Kampf des Lebens

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Südafrika ist regierender Weltmeister im Rugby. Der einfache Grund: Niemand interpretiert den härtesten Mannschaftssport der Welt kompromissloser als die Springboks. Auch und gerade abseits der großen Stadien.

Mit der Kraft und Eleganz eines Geräte­turners hechtet Freddie Markram über einen Rinderzaun aus Stahl, ­wieder und wieder. „… und noch mal!“, fordert Fotograf David Chancellor. Der 25-jährige Viehzüchter nimmt die ungewohnte Rolle als Fotomotiv geduldig an wie eines seiner Tiere, läuft an, springt, hinter ihm das rot-orange Abendlicht der Kalahari-­Wüste als Kulisse.

Wir befinden uns auf einer entlegenen Rinderfarm im Nordwesten des Landes, in der Provinz Northern Cape. Es ist Juli und so kalt, dass in den Wassertrögen der Rinder eine dünne Eisschicht schwimmt. Der 85 Kilo schwere, 1,75 Meter große ­Freddie hechtet immer noch über den Zaun, der nur einen Kopf niedriger ist als er selbst. Die Leistung seines Sohnes entlockt dem Vater ein zufriedenes Lächeln. „Beim Bankdrücken stemmt er beinah sein doppeltes Körpergewicht“, raunt er uns stolz zu.

Sich von Rinderpferch zu Rinderpferch zu schwingen ist Teil von Freddie Markrams täglicher Routine, nicht nur jener des Jobs. Denn wer hier draußen wohnt in Platteland – was so viel heißt wie „ländliche Gegend“ –, muss 200 Kilometer weit fahren, wenn er mit seinem Rugby-Team trainieren möchte. Ein Fitness-Studio hat keiner der Spieler jemals von innen gesehen.

Freddie ist mit Rugby aufgewachsen, sein Onkel ist Johnny Markram, ein Dritte-Reihe-Stürmer der legendären Griquas, die im Currie-Cup-Finale 1970 das Northern-Transvaal-Team besiegten. „Die Arbeit hält mich fit für die Spiele“, erzählt Freddie später, weit draußen im Buschland auf einer seiner Weiden, und der Team-Kapitän des Kuruman Rugby Club ist verdammt fit. Er schultert entspannt ein 60 Kilogramm schweres Kalb und trägt es zu jener Stelle, an der die Hörner der jungen Tiere gestutzt und mit einem Gasbrenner verödet werden. Das Kalb wehrt sich nach Kräften, aber gegen Freddie hat es keine Chance.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der September-Ausgabe des Red Bulletin.


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