Endlich im Ziel: Der Neuseeländer Chris Birch sicherte sich gestern den Sieg beim Red Bull Romaniacs 2010. Der Weg an die Spitze war hart umkämpft und matschig.
Drei, zwei, eins – Der Neuseeländer Chris Birch holte sich nach einem dritten Platz im Jahr 2008 und dem zweiten Rang im Vorjahr beim Red Bull Romaniacs 2010 den verdienten Sieg. Am gestrigen Schlusstag der 7. Ausgabe der härtesten Endurorallye der Welt konnte der sympathische 29-jährige KTM-Pilot alle Angriffe abwehren.
Zum vierten Mal war Birch heuer beim Red Bull Romaniacs am Start. Mit dem Triumph fand seine Konsequenz im Hinblick auf die Platzierungen eine fast logische Fortsetzung. „Ich bin extrem happy. Denn angesichts der ganzen technischen Probleme, die ich heuer hatte, glaubte ich gar nicht mehr, das Rennen überhaupt beenden zu können“, freute sich der Neuseeländer.
Keine lockere Partie. Birch konnte am gestrigen Schlusstag nicht auf locker machen. Denn vor allem Graham Jarvis (GBR/Sherco) und der Deutsche Andreas Lettenbichler (BMW-Husqvarna) hatten den Führenden im Visier. Mit rund sieben Minuten Vorsprung auf Jarvis holte sich Birch aber auch noch die finale Tagesetappe souverän.
Jarvis, der am zweiten Offroadtag durch einen Defekt von Platz eins zurück geworfen wurde, blieb im Endklassement mit 29 Minuten Rückstand Platz zwei. Mit Platz drei und einer knappen Stunde Rückstand fuhr Andreas Lettenbichler nach seinem Sieg im Vorjahr auch heuer wieder ein absolutes Spitzenergebnis ein.
Wie gewohnt sorgte Romaniacs-Mastermind Martin Freinademetz auch am gestrigen vierten und letzten Offroadtag für Angst und Schrecken im gesamten Starterfeld. Der Schlusstag ist traditionell der härteste der gesamten Rallye, sofern da eine Steigerung überhaupt noch möglich ist. Da müssen die Pilotinnen und Piloten inmitten der traumhaften Kulisse rund um Sibiu noch einmal ordentlich Qualen erdulden.
Auf der Strecke blieb bei großteils strömendem Regen u.a. auch Erzberg-Sieger Taddy Blazusiak. Der Pole kollidierte mit einem Baum und zog sich dabei eine Schulterverletzung zu.
Erich Brandauers bestes Romaniacs-Ergebnis war ein vierter Platz im Jahr 2005. Im Vorjahr war er als Achter bester Österreicher. Heuer wurde es Rang 10. Er ist auch der einzige rot-weiß-rote Finisher. „Es war heuer unglaublich hart. Ein gemütliches Sparvereinstreffen ist die Romaniacs ja sowieso nicht. Aber bei einem Wetter wie heuer trifft dich die Gewalt der Natur mit voller Wucht“, so der 40-jährige Steinmetzmeister aus Pottenstein/Niederösterreich.
Endergebnis Red Bull Romaniacs 2010 – Die Top 3
1. Chris Birch (NZL/KTM)
2. Graham Jarvis (GBR/Sherco) + 29 Minuten
3. Andreas Lettenbichler (GER/BMW-Husqvarna) + 61 Minuten
www.redbullromaniacs.com
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