Red Bull MOBILE Reporter ©Thomas Kniewasser

Die Red Bull Cliff Diving World Series machte Station in Norwegen. Neben den 11 besten Klippenspringer der Welt war auch eine Red Bull MOBILE Reporterin am Start. Die 23-jährige Veronika Kratochwil erlebte die Stars hautnah und  warf einen Blick hinter die Kulissen. Hier ihr Blog.

Ein fröhliches Hallo vom Cliff Diving-Event in Grimstad/Norwegen! Drei Tage voll neuer, erlebnisreicher und spannender Eindrücke liegen nun hinter mir, die ich in diesem Blog gerne mit euch teilen möchte! Durch Red Bull Mobile habe ich die einzigartige Möglichkeit erhalten, beim zweiten Stopp der Red Bull Cliff Diving Serie dabei zu sein und dabei den Stars, wie z.B.: dem 9-fachen Weltmeister Orlando Duque, über die Schulter zu schauen.

Am Freitagmorgen hat das große Abenteuer begonnen. Von Wien aus bin ich über Amsterdam nach Kristiansand geflogen. Mit dem Auto ging es dann in die kleine Stadt Grimstad, wo sich die 11 besten Cliffdiver der Welt versammelt haben, um dieses Wochenende die spektakulären und teils auch gefährlichen Sprünge aus 27,3 Meter Höhe zu absolvieren.

Die ersten Eindrücke...

Schon beim Zusehen des ersten Training habe ich, als ehemalige Wasserspringerin, festgestellt, dass diese Jungs "aus einem anderen Holz" geschnitzt sind. Selbst 18 Grad Wassertemperatur, 17 Grad Außentemperatur und starker Wind gemischt mit etwas Regen haben sie nicht davon abhalten können, galant in die Tiefe zu stürzen. Es herrschst eine besondere Stimmung rund um die Absprungplattform. Vor jedem Sprung hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so leise wird es, wenn sie sich auf ihre herausfordernden Sprünge vorbereiten. Die Zuschauer blicken voller Begeisterung in den Himmel und sobald der Springer auftaucht und signalisiert das alles gut und er OK ist, hört man jeden Einzelnen aufatmen und applaudieren.

   

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Etwas Ablenkung von der Nervosität...

Im Cliffdiving ist man sich darüber im Klaren, dass bereits der kleinste Fehler während eines Sprungs fatale Folgen mit sich bringen kann. Viele Athleten haben bereits jetzt, zu Beginn der Serie, einzelne Wehwechen, die durch den harten Aufprall aus 27 Meter Höhe (es wirken bereits 3G auf die Springer beim Eintauchen!) eine nahezu logische Folge sind.

Am Abend vor dem großen Wettkampf lenken sich die Springer in Gesprächen mit der Crew beim Abendessen oder auch beim Pokerspielen ab. Nach längerem Zögern bin ich auch beim Pokerspielen eingestiegen, hatte jedoch am Ende wenig Glück und musste den bereits erfahrenen Pokerspielern wie Orlando Duqe (Col) oder Alain Kohl (Lux) zum Sieg gratulieren.

Da war er nun, der Wettkampftag...

Schließlich war der große Tag gekommen. Der zweite Wettkampf der Cliffdiving Serie 2012 rückte immer näher. Noch eine Stunde bevor der Wettkampf losging hatte ich die Möglichkeit, die Sportler in der Athletes-Area zu treffen und einen Blick auf die Absprungplattform zu erhaschen. Mit deutlich zitternden Knien habe ich mich zur Klippe begeben, von der die Cliffdiver ihre 4 Sprünge absolvieren. Die Zuseher, die meist in ihren Booten angefahren kamen, mutierten zu kleinen Punkten im Wasser und der Blick war einfach atemberaubend. Aber von da oben runter zu springen wäre mir niemals in den Sinn gekommen!

Pünktlich zu Beginn des Wettkampfes habe ich den Zuschauerbereich erreicht. Trotz wenig optimalen Bedingungen haben sich die norwegischen Fans zahlreich eingefunden, um die Athleten bei ihren Sprüngen zu bejubeln. Die Stimmung war großartig, vor allem als Gary Hunt, der amtierende Cliffdiving Champion von 2010 und 2011, oder die Klippensprunglegende Orlando Duque ihre Sprünge zum Besten gaben.

 

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Letztlich konnte Gary Hunt (GBR) einmal mehr beweisen, dass er (nach Aussagen seiner Competitors) momentan in einer anderen Liga springt und den Wettkampf deutlich für sich entscheiden. Zweiter wurde der Rookie Steven LaBue (USA) vor seinem Landsmann Kent du Mond.

Ein Meet and Greet mit den Stars der Szene...

Nach dem Wettbewerb habe ich ein paar Worte mit Michal Navratil aus Tschechien (er war 2011 mehrmals auf das Podium gesprungen) und Orlando Duque aus Kolumbien wechseln dürfen.

Im Gespräch mit Orlando habe ich erfahren, dass er sich nach einer langen Verletzungspause wieder zurück gekämpft hat, momentan jedoch erst 70% seiner Vorjahresleistung geben kann. Zu groß sei der körperliche sowie mentale Rückschlag gewesen, den er letztes Jahr erfahren musste. "I had to start from zero, from the very beginning. There are a lot of trainingsessions and workouts ahead of me. I want to raise my degree of difficulty to get back on the level where I have been before my injury", sagte er mir im Gespräch.

   

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Auch Michal Navratil war nicht zufrieden mit der gezeigten Leistung. "I just don't get it. My practise before the competition was so good, I really felt ready for it, but then I missed almost every dive, even my favourite dive, the forward twist. I am really disappointed at the moment. When I come back home to Prague I will work really hard on my dives so I will be back on the podium again, teilte er mir in unserem Gespräch mit.

Cliffdiving - eine Reise wert...

Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung die Cliffdiving Serie hautnah mitzuerleben und die Athleten auch noch kurz vor ihrem Wettkampf beobachten zu dürfen. Man konnte die Anspannung und Nervosität regelrecht spüren und ich kann euch nur sagen, es ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Liebe Grüße aus Norwegen,
Veronika 

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Veronika war für Red Bull MOBILE, sport10.at, die SportWoche und redbull.at in Grimstad im Einsatz und warf einen Blick hinter die Kulissen der Red Bull Cliff Diving World Series.

 

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