jungfraustefette2 (c) Red Bull Photofiles

538 Kilometer quer durch die Schweiz, historische Fahrzeuge, Extremsport am Limit: Die Red Bull Jungfraustafette zählt zu den spannendsten Staffelbewerben überhaupt. Ein Rückblick.

Samstag, 5. Juni 2010. Um sieben Uhr morgens rennen 33 Radfahrer die Treppe vom Känzeli am Rheinfall zum Schluss Laufen hoch, greifen ihre Räder und bringen die Red Bull Jungfrau-Stafette 2010 ins Rollen. Zugpferde sind die Profis Martin Elmiger und Michael Albasini. Ein Bilderbuchtag ist der Rahmen, das Rennen liefert Inhalt für mehrere Fotoalben. In Dübendorf starten historische Flugzeuge in Richtung Jungfraujoch. An Bord einer Maschine amtet Simon Ammann als Kopilot. Er ist einer von über 400 Teilnehmern, Freizeitathleten, aktuellen und ehemaligen Profisportlern und Prominenten, die eine der 14 Etappen durch die Schweiz in Angriff nehmen.

Vom Rheinfall über das Jungfraujoch
Skifahrer am Mönchsjoch und Gletscherläufer auf dem Aletschgletscher setzen die Stafette fort, Bergläufer tragen die Staffelhölzer aufs Eggishorn. Titelverteidiger Swiss Bulls führen zu diesem Zeitpunkt mit sieben Minuten Vorsprung auf das Swiss Celebrity Power Team (das Team Ammanns) und students.ch. Per Gleitschirm und Downhillbikes fliegen die Stäbe ins Tal, wo sie an Bord von Motorrädern aus der Vorkriegszeit zu den Kajakern auf die Vispa gelangen. Nächstes Verkehrsmittel sind Oldtimer-Autos, welche wie die Töffs möglichst genau in einer vorgegebenen Zeit ins Ziel gelenkt werden müssen. Sébastien Buemi fährt wegen Motorschaden für das Team students.ch zehn Minuten Rückstand ein. Mühe bekunden auch die Swiss Bulls-Fahrer auf zwei und vier Rädern. In Sion ist ein grosser Teil des Vorsprungs geschmolzen. Eine eindrückliche Aufholjagd bringt Subaruri auf den zweiten Zwischenrang zurück vom 18. Rang nach der Skietappe. Nach einer weiteren Flugetappe geht es zum athletischen Showdown.

Die Entscheidung
Zwei Kilometer Schwimmen über den Zugersee, 30 km Mountainbike über den Zugerberg und 19.5 km Crosslauf von Sihlwald über den Albis-Uetliberg nach Zürich sind die letzten drei Etappen. Mit einer hervorragenden Schwimmleistung von Julian Bailloud setzen sich die Swiss Bulls wieder etwas ab. Aber Subaruri und Aeroclub Lugano drücken. Das beflügelt Swiss Bull Sandro Späth, der mit über zehn Minuten Vorsprung übergibt. Thomas Benz hat die harte Aufgabe, den Sieg über Albis und Uetliberg ins Ziel zu laufen. Während Verfolger Simon Hodler alles versucht, dosiert der Führende geschickt und läuft nach 12 Stunden 49 Minuten begleitet von seinen Teamkollegen im Albisgüetli über die Ziellinie. «Brutal ist für diese Strecke eine Untertreibung», findet er. «Aber dieser Sieg ist einer der schönsten, die ich schon gefeiert habe.»

Mehr Impressionen unter
www.redbulljungfraustafette.com
 

 


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