Beim Freitagstraining in Windsor flog Paul Bonhomme (GB) die schnellste Zeit. Auf den Plätzen folgten Ligel Lamb (GB) und Matt Hall (AUS). Hannes Arch touchierte einen Pylonen.
WINDSOR, Ontario – Der Brite Paul Bonhomme legte im Abschlusstraining am Freitag unter schwierigen Bedingungen über dem Detroit River die schnellste Zeit aller Teilnehmer vor. Allerdings waren ihm dabei mit nur wenigen Sekundenbruchteilen Abstand vier seiner Konkurrenten, darunter der US-Amerikaner Kirby Chambliss, ganz dicht auf den Fersen. In der Vormittagssession touchierte der Österreicher Hannes Arch einen Pylonen, der zu einem leichten Schaden an seinem Flugzeug führte.
Bonhomme beendete den letzten Trainingsdurchgang mit gestoppten 1:11.28 Minuten und lag damit 0.55 Sekunden vor seinem Landsmann Nigel Lamb, dem Australier Matt Hall (Dritter), der fast eine Sekunde langsamer war, sowie Chambliss (Vierter). Pete McLeod tat sich schwer, die richtige Fluglinie in einem Parcours zu finden, der genau zwischen der kanadischen und US-Grenze verläuft. Starke Winde aus Süden machten den Piloten das Leben schwer. Alleine vier Piloten wurden im letzten Training vor der Qualifikation am Samstag und dem Rennen am Sonntag disqualifiziert. Hannes Arch gelang nach seiner Disqualifikation am Morgen mit Rang sieben im Abschlusstraining immerhin eine Art „Comeback“.
„Das war ein guter Lauf“, urteilte Bonhomme, der froh war, dass er seinen Landsmann Lamb in den Schatten stellen konnte, nachdem der ihn am Morgen bei ruhigeren Bedingungen um 0,87 Sekunden geschlagen hatte. „Die Winde haben aufgefrischt. Aber Windsor hat immer ein paar Überraschungen für uns parat. Bis jetzt hatten wir nicht ein Mal zwei aufeinander folgende Läufe unter gleichen Bedingungen. Darüber hinaus war auch ziemlich böig. Mit meiner Zeit bin ich zufrieden. Das könnte ein guter Wettkampf werden.“
Matthias Dolderer kann in der Qualifikation auf positive Resultate aus dem Training bauen. „Im Top-Bereich bin ich noch nicht so beständig, habe mich aber in der Mitte des Feldes etabliert“, so der Fünfte des Abschlusstrainings. „Beim Durchgang am Morgen lief es zwar ein wenig besser, aber die zwei Sekunden sind nicht tragisch. Insgesamt bin ich aber zufrieden. Mein Hauptziel war, die Pylonen nicht zu touchieren und sicher durch den Parcours zukommen. Das verschafft mir mehr Sicherheit für die Qualifikation.“
Für die Amerikaner Kirby Chambliss und Michael Goulian war es ein Tag gemischter Gefühle. Chambliss, Dritter beim Trainingsdurchgang am Morgen sowie Vierter am Nachmittag, gewann 2009 in Windsor den ersten WM-Punkt als schnellster Qualifikant. 2008, als das Rennen von Detroit aus gestartet wurde, konnte er einen Sieg verbuchen. Goulian erreichte im letzten Trainingslauf lediglich Rang 12.
Normalerweise nutzen die Piloten die ersten beiden Trainingsdurchgänge, um sich einen ersten Eindruck vom Parcours zu verschaffen, ihre Fluglinien auszutesten und ein Gefühl für die Windverhältnisse zu bekommen. Die Zeiten aus den ersten Durchgängen werden dabei nur als grobe Marschrichtung gewertet, bevor dann im vierten Durchgang – dem letzten Durchgang, Training Nummer vier, vor dem Qualifying am Samstag - der Gashahn so richtig aufgedreht wird. Beim Qualifying wird der erste WM-Punkt für den schnellsten Qualifikanten vergeben.
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