Andreas Goldberger sprintet am Sonntag den Kulm beim Red Bull 400 hinauf, anstatt in hinunter zu fliegen. Wir trafen ihn zum Interview.
Hallo Andreas! Diesmal geht's den Kulm bergauf - was war aber dein schönstes Erlebnis bergab?
Ganz klar die Skiflug-WM 1996, die ich gewonnen habe. Die WM ging über zwei Tage. Ich habe damals vor Janne Ahonnen (FIN) und Urban Franc (SLO) gewonnen. Damals bin ich 198 Meter weit geflogen.
Diesmal geht es 400 Meter bergauf – hast du dich darauf vorbereitet?
Um ehrlich zu sein, nein. Ich hatte einfach keine Zeit dafür.
Aber beim Red Bull Dolomitenmann warst du ja auch als Bergläufer am Start…
Das lässt sich aber nicht vergleichen. Dort läuft man 2000 Höhenmeter, beim Red Bull 400 nur 180. Es ist, als würde man einen Marathonlauf und einen Sprint vergleichen. Das kann man einfach nicht.
Was sind also deine Ziele für das Red Bull 400?
Rauf kommen! Das zählt. Mehr Ambitionen habe ich diesmal nicht.
Was hältst du von der Idee?
Ich finde die Sache super. Nicht nur von der sportlichen Seite, denn das Rennen ist wirklich eine beinharte Herausforderung. Auch deshalb, weil jeder einmal den Kulm hautnah miterleben kann. Auch wenn man, anstatt bergab zu fliegen, bergauf läuft.
Im TV sieht man ja nicht, wie steil es dort ist.
Wann wirst du wieder eine Schanze hinunter segeln, anstatt die rauf zu sprinten?
Schon bald, beim Sommer-GP in Hinzenbach am 1. Oktober. Dort werde ich wieder mit der Kamera springen.
Red Bull 400: Sonntag, 25. September, um 11 Uhr.
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