Ein zwei Zentimeter großer Nullpunkt, platziert direkt auf oder in unmittelbarer Nähe von Wasser und 32 Fallschirmspringer, deren einziges Ziel es war, punktgenau zu landen. Bei der zweiten internationalen Lake Jump Challenge am 3. und 4. Juli hat der HSV Red Bull Salzburg für ein einzigartiges Spektakel im Salzburger Seengebiet gesorgt.
Mit dem Funmog vorgefahren, die Zielsprungmatte samt elektronischer Messung auf dem See, Steg oder Floß ausgebreitet, und schon war das Hubschraubergeräusch am Himmel über dem Badeplatz zu hören. Innerhalb kürzester Zeit sprangen 32 Fallschirmspringer - mit der Absicht so punktgenau wie möglich zu landen - aus der BO 105 der Flying Bulls. Nur zwei Zentimeter groß war der Nullpunkt, die Augen der überraschten und ob des Wetters rar gesäten Badegäste dagegen umso größer. Sie waren eben Publikum der zweiten internationalen Lake Jump Challenge 2009, zu der der HSV Red Bull Mannschaften aus Ungarn, Slowenien, Deutschland, Italien, Tschechien, der Schweiz und Österreich eingeladen hatte, geworden.
Die Witterungsbedingungen verringerten die Schauplätze von acht auf sieben und die normale Absprunghöhe von 1.000 Meter im Seebad Fuschl auf eine Minimumhöhe von nur 600 Meter, und doch kam es an beiden Tagen nur zu einer einzigen Wasserlandung, dafür zu umso größerer Begeisterung im Starterfeld. "Diese Veranstaltung ist absolut außergewöhnlich, die Position der Zielsprungmatte auf schwierigstem Gelände und die Anforderung an uns Springer dadurch umso größer", bilanzierte der Gewinner Istvan Asztalos aus Ungarn, der nach sieben Sprüngen auf eine Gesamtabweichung von nur zwölf Zentimeter kam. Kein Wunder, ist er doch der regierende Gesamtweltcupsieger im Fallschirmzielspringen und der Gewinner der diesjährigen World Air Games.
Nach erfolgreichen Landungen in Seekirchen, Mattsee und Anif am Freitag, Fuschl, Hof, Mondsee und St. Wolfgang am Samstag und jeweils nur knapp 45 Minuten Aufenthalt, sorgte die Sonne im Scalaria für einen würdigen Abschluss, im Rahmen dessen die Sieger im Einzel- und Mannschaftsbewerb gekürt wurden. Hinter dem Sieger aus Ungarn platzierten sich Martin Gabla aus Tschechien (16 cm, zweimal 0 cm) und Mirko Münger von CISM Schweiz (16 cm, einmal 0 cm) auf den Rängen zwei und drei. Bester Österreicher wurde mit 21 cm Georg Heimel vom HSV, der als Ideengeber für diesen Bewerb gilt.
Die Teamwertung - hier wurde das Ergebnis aller vier Springer einer Mannschaft zusammengezählt - entschied CISM Schweiz (112 cm) vor der Tschechischen Republik (127 cm) und AK Ptuj aus Slowenien (131 cm) für sich. Bis zum vorletzten Sprung auf Rang zwei, sammelte das österreichische Red Bull Skydive Team in Mondsee so viele Zentimeter, dass es sich mit Rang vier zufrieden geben musste.
Red Bull Photofiles
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