Er war die Sensation bei Red Bull Mania Manny in New York: Philipp Josephu skatete unter die besten Acht. Hier spricht der Salzburger über Brett-Gefühl und unvergessliche Momente im Big Apple.
Bei der Red Bull Manny Mania-Tour muss man seine Manual-Skills beweisen. Was gefällt dir an dieser Form des Skatens?
Man kann dabei sehr kreativ sein. Dazu ist es eine super Abwechslung zum normalen Skaten. Ich würde mich aber nicht als Manual-Spezialist einstufen. Um im Manual gut zu werden, muss man Geduld haben und viel Zeit investieren.
Was unterscheidet das Manual-Skaten vom normalen Skaten?
Man braucht mehr Feingefühl und Geschicklichkeit. Es geht ja dabei darum, Skate-Tricks auf bloß zwei Rollen zu landen oder Tricks von zwei Rollen aus zu machen. Du balancierst also ständig auf deinem Skateboard.
Warst du überrascht, es bis ins Welt-Finale geschafft zu haben?
Definitiv! Umso größer war natürlich die Freude darüber. Beim Österreich-Finale hatte ich eigentlich kaum Hoffnungen auf den Sieg. Ich habe einfach mein Bestes gegeben.
In New York hast du es bis ins Semifinale und auf Rang 8 geschafft ...
Ja, und das war eine Überraschung mehr. Zwischenzeitlich bin ich sogar auf Platz 4 gelegen. Im Semifinale konnte ich leider dann nicht mehr alles geben. In der Vorrunde ist mir noch alles aufgegangen, ich habe jeden Trick gestanden. Aber danach war die Kraft bei mir weg. Ich war fünf Stunden auf meinem Skateboard – am Ende war ich ganz einfach müde.
Du bist Amateur-Skater. Was unterscheidet dich von einem Pro?
Ich fahre in Österreich viele Contests, bekomme aber kein Geld. Was die 31 weiteren Amateure und mich hier beim Red Bull Manny Mania-Finale von den Pros unterschieden hat: Wir waren einfach nur happy, hier sein zu dürfen und haben alle 110% gegeben. Schon am ersten Tag ging es bei den Ams härter und technischer zu als bei den Pros. Das hat mich etwas überrascht. Ich skate seit acht Jahren – die Freude daran verliere ich hoffentlich nie daran.
Wie hat dir New York gefallen?
Ich war das erste Mal da. Und es war großartig. Vor allem die Zeit mit den 31 anderen Amateuren möchte ich nicht missen – mit der Crew zu skaten und die Stadt zu erkunden war ein tolles Erlebnis.

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