Der Red Bull Crashed Ice-Weltmeister Martin Niefnecker hat noch keine Lust, aus Kanada heimzureisen. Deswegen macht er mit ein paar Freunden das Land unsicher. Hier das Interview.
Seine Freunde nennen ihn “Keule”. Der 20-Jährige Garmisch-Partenkirchner Martin Niefnecker gewann den Eröffungsevent des Red Bull Crashed Ice in München und sicherte sich mit einem zweiten Platz beim Rennen in Quebec den Gesamtsieg. Im Interview spricht er über Gaumenfreuden, verrückte Kanadier und erklärt, warum er nie Angst hat.
Du bist das erste Mal in Kanada. Welche Eindrücke hast du bisher gesammelt?
Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Land ist riesig und hat schöne Ecken. Quebec gefällt mir sehr gut. Die Menschen hier sind freundlich und offen – Ich hätte nie gedacht, dass die Kanadier so verrückt nach dem Sport sind. Das ist einfach nur Wahnsinn!
Was ist dir besonders stark aufgefallen?
Ich habe sehr schnell gemerkt, dass das Bier hier nicht so gut wie in Deutschland ist (Lacht).
Was hast du bisher in Kanada gegessen?
Die meiste Zeit haben wir uns von Fastfood wie Burger und Pommes ernährt. Zum Frühstück gab es immer, wie man so schön sagt, „Bacon and Egg“. Das Essen hier ist gewöhnungsbedürftig. Ich freue mich auf jeden Fall auf einen ordentlichen Schweinsbraten von meiner Mutter.
Wie ist es dir im Eiskanal von Quebec ergangen?
Ich habe vorher noch nie so einen krassen Track gesehen. Der Höhenunterschied war genial und der Kurs viel länger und kurviger als der in München
Hast du damit gerechnet, mit der Trophäe nach Hause zu reisen?
Ich habe davon geträumt und kann es immer noch nicht fassen, dass ich Weltmeister bin. Ich bin sehr glücklich.
Welche Fähigkeiten muss man deiner Meinung nach mitbringen, um Weltmeister zu werden?
Ich hatte immer mein Ziel vor Augen, bin sehr ehrgeizig und habe an nichts anderes gedacht. Die drei anderen Athleten im Lauf waren mir egal. Was gezählt hat, war ich und die Strecke. Ich wollte einfach als Erster ins Ziel kommen.
Hattest du Angst, dich zu verletzten?
Nein, ich habe nie Angst. Ich habe nur großen Respekt vor dem Sport, da ich eines weiß: Wenn man nicht aufpasst, kann es gefährlich werden.
Hast du ein Vorbild?
Ich habe kein Vorbild im Ice-Cross-Downhill. Ich versuche einfach meinen eigenen Weg zu gehen und mich an Profis anderer Sportarten zu orientieren. Bei Red Bull Crashed Ice haben alle Athleten verschiedene Stärken.
Können wir auch im nächsten Jahr wieder mit dir rechnen?
Wenn nichts dazwischen kommt, auf jeden Fall. Ich will meinen Weltmeistertitel verteidigen!
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