Obwohl ich mir nicht mehr vorstellen konnte, dass meine gestrigen Eindrücke noch überboten werden können, wurde ich heute eines Besseren belehrt. Schon beim Hinweg ins Zielgelände fand ich mich unter tausenden lautstarken Fans wieder, die mit Kuhglocken und Tröten sowie den Nationalfarben im Gesicht die Streif säumten, um ihre Helden lautstark anzufeuern.
Die heutige Abfahrt habe ich in der VIP- & Medienzone im Zielbereich erlebt, wo ich die Chance hatte, die Skifahrer gleich nach ihrer Rennfahrt zu befragen. Mittendrin im Gemenge aus Journalisten, Kamerateams, Sportlern und VIPs erlebte ich den Kampf um Interviews. Auch ich konnte mein Durchsetzungsvermögen unter Beweis stellen und dadurch Fotos und Unterhaltungen mit verschiedensten Persönlichkeiten aus dem Skizirkus ergattern. Neben Rainer Pariasek, der sich sogar während der Live Übertragung für ein Foto Zeit nahm, erklärte mir Hansi Hinterseer, der den letzten Abschnitt der Streif als Promi-Fahrer zurückgelegt hatte, dass er dabei heute mehr Spass als Nervosität empfand. Es bot sich auch die Gelegenheit, Hans Knauß nach seiner absolvierten Kamerafahrt zur Beschaffenheit der Piste zu befragen.
Die Stimmung im Zielbereich, der mit Massen von Fans gefüllt war, war mitreißend. Vor allem als Michael Walchhofer auf der Strecke war, waren die Fangesänge ohrenbetäubend und unzählige österreichische Fahnen wurden geschwenkt. Der tosende Applaus wurde durch das Ausscheiden von Walchhofer auf einer der leichteren Passagen unterbrochen, was der Skistar in seinen Interviews bedauerte.
Beeindruckt hat mich die Geschwindigkeit, mit der die Läufer die Streif bezwingen. Deshalb stellteich mir die Frage, was den Rennläufern vor dem Start durch den Kopf geht. Meine Frage wurde mit einem Gespräch im Zielbereich beantwortet: Trotz Nervosität ist die Streif jedes Mal ein Adrenalinkick für die Läufer .
Eine Zeit lang führte Bode Miller das Feld an, bis Didier Cuche mit einem beachtlichen Vorsprung die Führung übernahm. Ich freute mich mit dem gesamten österreichischen Team über Mario Scheiber auf Platz 3, der allerdings überraschend von Adrien Theaux, der mit der Startnummer 28 ins Rennen ging, vom Stockerl gekickt wurde.
Auf dem Weg hinaus lief mir ein sehr gut gelaunter Kai Pflaume über den Weg, der vom der traumhaften Wetter und von Cuches Sieg gleichauf begeistert war.
Seit den heutigen Erlebnissen ist die Abfahrt meine absolute Lieblingsdisziplin im Profi-Skisport und meine Bewunderung gilt den wagemutigen Abfahrern, die mit Geschwindigkeiten bis zu 135 km/h die Streif hinunterbrettern. Als glückliche Zuschauerin stelle ich fest – das würde ich mich nie trauen.
Jetzt bin ich gespannt, ob ich heute noch den Sieger oder Aksel Lund Svindal treffe – um zur Krönung dieses Tages auch sie noch zu interviewen.
Seit Donnerstag, ist Denise für Red Bull MOBILE, sport10.at, die SportWoche und redbull.at in Kitz im Einsatz und wirft einen Blick auf die Piste und hinter die Kulissen des Hahnenkammwochenendes.
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Meine Galerie
Blick hinter die Kulissen
Der Super-G auf der Hausbergkante
Meine Fahrt mit Luc Alphand
Denise Kögl ist Red Bull MOBILE Reporterin
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