Matthias Mellitzer (c) Marcelo Maragni/Red Bull Photofiles

Silber bei der Beach Volleyball-EM in Berlin, ein gebrochener Finger und Platz 5 in Klagenfurt. Matthias Mellitzer blickt zufrieden auf die Saison mit Clemens Doppler zurück. Und verrät: bald gibt’s einen doppelter Dreißiger zu feiern.
 

Mit dem letzten Turnier in Den Haag ist die World Tour für heuer zu Ende gegangen. Das Turnier war noch einmal ein echter Härtetest. Damit haben wir uns sch die anschließende freie Woche so richtig verdient
.
15 Grad, viel Regen und noch sehr viel mehr Wind! Eigentlich absolut keine Bedingungen für gutes Beach Volleyball. Die Surfer im Wasser - in dickes Neopren gepackt - hatten sichtlich mehr Freude an dem Wetter als wir.

Durchbeißen lautete die Devise. Letzter World Tour Stop, dann Kurzurlaub und Ende September noch den Continental Cup spielen, dann ist die Saison sowieso vorbei.

Damit nicht genug, im ersten Spiel bekamen wir gleich das Duo Nummerdor/Schuil zugelost. Die Gegner im EM-Finale, wo wir verloren hatten. Zeit für eine Revanche war angesagt. Der Sieg mit 2:0 in Sätzen war dann schon eine kleine Genugtuung.

Nach insgesamt vier Partien die mehr durch eine Windlotterie entschieden wurden als durch richtiges Beach Volleyball, reichte es schlußendlich für uns zu einem 13. Platz. Noch vor der Saison hätte ich keinen Cent auf uns im Wind gesetzt, somit geht das Ergebnis schwer in Ordnung.

Eigentlich haben wir die ganze Saison recht konstant gespielt und haben fast alle Qualis geschafft und uns immer für den Hauptbewerb qualifiziert.

Nur leider ist es nicht leicht, gegen die Top-Teams zu bestehen, wenn du schon drei Spiele in den Beinen  und den hohen Druck der Qualifikation überstanden hast.

Was möglich ist, wenn wir mal keine Quali spielen müssen, haben wir eindrucksvoll mit dem Platz 5 beim A1 Grand Slam in Klagenfurt und mit der Silber-Medaille bei der EM bewiesen.

Davor der Schock in der Schweiz: Kleiner Finger zertrümmert, das ganze drei Wochen vor Klagenfurt! Irgendwie haben wir es aber dann hinbekommen, daß ich mit Plastikschiene und Schmerztabletten spielen konnte.

Durch Platz 5 wurde erst klar, daß wir fix bei der EM in Berlin antreten können und durch unser gestärktes Selbstvertrauen, erkämpften wir dort Silber. Durch die letzten Top-Resultate haben wir auch unser Ziel für diese Saison erreicht: fix im Hauptbewerb zu sein. Somit sind wir auch nächstes Jahr bei den ersten zwei Turnieren fix für den Maindraw gesetzt und haben eine gute Ausgangsposition für die kommende Olympiaqualifikation.

Jetzt ist diese Saison fast zu Ende und wie machen mal eine Woche frei, bevor wir uns auf den Continental Cup Ende September in der Türkei vorbereiten.

Somit eine Saison mit der wir sehr zufrieden sein können - weil wir durch den ganzen Turnierstreß noch gar nicht richtig zum Feiern der gewonnenen Medaille gekommen sind und Clemens und ich in den nächsten Tagen 30 werden, werden wir das jetzt nachholen ...
 
www.doppler-mellitzer.com
 

 


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