Er braucht seine Kicks genauso wie österreichische Hausmannskost: Rennfahrer David Coulthard (38) über Parties, Babys und Skidoos.
Hi Leute,
Ich melde mich vom Skidoo-Rennen am Pass Thurn, wo sich meine argen Kollegen gerade für die Aufwärmrunde heiß machen. Ich bin ja mit diesen Geräten noch nicht so gut vertraut, schließlich ist das heute erst mein drittes Mal. Meine Jungfräulichkeit am Schnee habe ich vor zehn Jahren eingebüßt, mein zweites Mal Skidoo war vor genau zwei Jahren und da habe ich mir gleich am Knie wehgetan.
Trotzdem macht es Riesenspaß mit den Teilen durch die Gegend zu brettern – ich bin schon jetzt dafür, dass der Sport in den schottischen Highlands populärer werden sollte. Das schwierigste ist, das Schwerkraftzentrum zu finden, gerade beim Springen. Deshalb werde ich den Jump im Parkour hier am Pass Thurn auch mit gehörigem Respekt nehmen.
Wie ihr wisst bin ich im November 2008 Papa eines kleinen Jungen geworden, Dayton ist sein Name. Der hält mich natürlich auch auf Trab, trotzdem hole ich mir meinen Speed-Kick so oft es geht, aber natürlich mit einem erhöhten Maß an Vorsicht. Sonst läuft es auch ganz fein für mich: Ich bin weiterhin Botschafter für Wings For Life, arbeite für die BBC und probiere mich in der DTM-Klasse. Die Jungs von Mercedes, mit denen ich schon lange befreundet bin, haben mir einen Testtag organisiert, darüber habt ihr vielleicht in meinem letzten Blog gelesen.
Heut Abend geht’s auf alle Parties, die wir finden können, und morgen bin ich ja schon wieder auf Schnee im Einsatz: beim Kitz Charity Race nach der Abfahrt. Diesmal aber mit Handschuhen, damit ich mir nicht wieder wie 2009 die Finger aufschneide und alles mit Blut vollsaue. Das kann ich den Österreichern und ihrem lieben Schnee nicht noch mal antun!
Die sind nämlich supernett hier und von Wiener Schnitzel könnte ich leben. Allein in Lech, vor einer Woche, habe ich innerhalb von 48 Stunden drei Portionen verdrückt. Ich bin zu Mittag dort angekommen und habe schon bestellt.
Jetzt geht’s los, ich muss raus zum Start. Bis bald,
Euer DC
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