Sie gewann gerade erst den Teen Choice Award für die beste weibliche Action-Sportlerin. Hier spricht Big Wave-Queen Maya Gabeira über alles, was sie liebt: riesige Wellen, Jay-Z, Angelina Jolie und Shrimps.
Eines vorweg: Maya ist unglaublich attraktiv. Bei der brasilianischen Schönheit bekommen selbst die stärksten Männer weiche Knie. Trotz der Schönheit sollte man sie nicht unterschätzen: Denn Maya ist auch unglaublich talentiert.
Vor gerade neun Jahren begann Maya Gabeira mit dem Surfen, kurz danach ritt sie ihre erste Riesenwelle. Heute gehört sie zu den besten Big Wave-Surferinnen der Welt, hat unzählige Auszeichnungen gewonnen und durchsucht in jeder freien Minute das Internet, um stets auf dem neuesten Stand in punkto Wellen zu sein.
Wie hast du dich gefühlt, als du von deiner Nominierung für den Teen Choice Award erfahren hast?
Ich war wahnsinnig aufgeregt. Das ist eine ganz andere Award-Show mit mehr berühmten Menschen aus Hollywood als mit Sportlern. Aber es ist wirklich cool, dort zu sein und meinen Sport zu repräsentieren.
Fühlst du dich jetzt als Berühmtheit?
Nein, ich fühle mich immer noch als Sportlerin.
Gut so. Immerhin schaffen es viele Berühmtheiten nicht mal, am Morgen aufzustehen, geschweige denn, so hart zu trainieren wie du. Wie bereitest du dich auf die Riesenwellen vor?
Im Moment konzentriere ich mich zusammen mit meinem Coach aufs Krafttraining. Ich arbeite an meiner Ausdauer und an meinem Durchhaltevermögen. Aber ich mache auch viel Yoga und fahre gern Rad.
Auf welche Events oder Wellen freust du dich in dieser Saison am Meisten?
Ich warte auf ein paar Riesenwellen in Tahiti. Und während ich warte, bin ich immer auf Stand-by und arbeite an meinem Körper für den Winter.
Was meinst du genau mit „Stand-by“?
Ich studiere die Karten und die Vorhersagen und halte Ausschau nach großen Stürmen. Wir können vorhersagen, wo wir hingehen, in dem wir auf die Windrichtungen achten. Daran sehen wir, wie groß die Wellen werden können. Und wenn wir glauben, dass die Größe passt, fliegen wir los, um zu surfen und nebenbei noch ein bisschen Material mit der Kamera einzufangen.
Wolltest du als kleines Mädchen immer Surferin werden?
Ich hab mit dem Surfen ziemlich spät angefangen, ich war schon 14. Es hat mich niemand zum Surfen gebracht, ich hab mich irgendwie selbst in den Sport verliebt. Als ich 17 war, bin ich nach Hawaii gezogen und den Riesenwellen mit Haut und Haar verfallen.
Wie fühlt es sich an, in einer Höhe von drei Metern zu surfen?
Es ist eine Unmenge von Energie. Der Ozean ist sehr heftig mit solchen Wellen. Man muss sich einfach voll hineinknien und den Moment leben. Vollgas geben und seinen Instinkten vertrauen. Und hoffen, dass man die Welle noch bekommt und nicht fällt. Es ist einfach etwas ganz Besonderes.
Bei solchen Wellen hast du sicher schon das eine oder andere Surfboard gebrochen – wie sieht es mit deinen Knochen aus? Schon welche gebrochen?
Ich hab mir die Nase sicher schon zehnmal gebrochen. Und das letzte Mal habe ich sie in 12 Teile zertrümmert und ich musste mich operieren lassen. Ich habe aber fast am ganzen Körper Narben.
Hast du einen Lieblingsplatz zum Surfen?
Immer Hawaii. Ich liebe Hawaii so sehr. Es gibt so viele verschiedene Wellenarten in Waimea, Pipe oder Sunset. Es ist einfach eine besondere Umgebung. Aber einen perfekten Surftag würde ich am Waimea Beach verbringen.
Es gibt soviel großartiges Essen in Hawaii, wie schaffst du es, all dem zu widerstehen?
Ich koche sehr viel selber, weil ich genau wissen will, was ich da esse. Ich liebe Shrimps und Meeresfrüchte. Aber genauso gerne esse ich auch Spaghetti, Salat und alle möglichen Wraps.
Haben dir deine Eltern das Kochen beigebracht?
Das habe ich mir selbst beigebracht. Ich bin sehr jung von Zuhause weggegangen und habe immer sehr bewusst gegessen. Außerdem macht es mir wirklich Spaß, in der Küche zu stehen.
Was machst du, wenn du nicht auf dem Surfbrett stehst?
Ich gehe ins Kino, lese viel, mache Yoga und gehe mit Freunden weg.
Hast du „Inception“ schon gesehen?
Nein, aber es steht auf meiner Liste ganz weit oben, gleich neben „Salt“. Ich bin ein riesiger Fan von Angelina Jolie.
Hörst du Musik, bevor du surfen gehst?
Ich liebe Hip Hop und ich liebe Jay-Z und Alicia Keys. „Empire State of Mind“ und „Young Forever“ gehören im Moment zu meinen Lieblingsliedern.
Jay-Z hat es bis ganz nach oben geschafft, du bist auf dem besten Weg dorthin. Was ist dein Ziel? Was möchtest du erreichen?
Ich möchte am The Eddie (Surfwettbewerb in Hawaii, Anm.) teilnehmen und den Jungs dort richtig Konkurrenz machen.
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