In seinem Tagebucheintrag schildert Mark seine erste Eindrücke von der neuen Strecke in Südkorea und teilt seine Gedanken zum Thema Weltmeisterschaft.
Ich bin erst am Donnerstagmorgen, nach einer ziemlich langen Reise, hier in Südkorea angekommen. Wir haben einen Flug von Sydney nach Tokio genommen und sind von dort mit einem Charterflug, den Jenson Button organisiert hat, weitergeflogen. Und da der näheste Flughafen zur Strecke der von Seoul ist, stand uns danach noch eine fünfstündige Autofahrt bis zum Yeongam Circuit bevor. Denselben Weg werden wir dann noch einmal am Sonntag zurücklegen.
Jetzt bin ich erstmal richtig froh, die neue Strecke mit meinen eigenen Augen gesehen zu haben. Ich habe zwar schon im Red Bull Simulator ein paar Runden gedreht und Karten studiert, aber das ersetzt nicht das Feeling, dass du in der Realität hast. Mein erster Eindruck war ganz gut, aber ich kann nach dem ersten Training morgen sicher mehr sagen.
Wir rechnen damit, dass die Oberfläche noch etwas rutschig sein wird, da die oberste Asphaltschicht erst vor zwei Wochen gelegt worden ist. Deswegen ist es noch ein wenig hart und ölig. Als ich meinen ersten Rundgang gemacht habe, sind ein paar Streckenabschnitte gereinigt worden und ich kann euch sagen, die waren rutschig wie Eis. Aber immerhin geht das nicht nur mir so, sondern auch allen anderen.
An diesem Wochenende rechne ich mit den üblichen Konkurrenten. Die fünf Anwärter auf die Weltmeisterschaft werden einander nichts schenken und auch Felipe Massa und Robert Kubica sollte man nicht unterschätzen. Robert ist in dieser Saison ein paar sensationelle Rennen gefahren und war vor allem in Suzuka unglaublich schnell, bis sein Rad abgefallen ist.
Mein Ziel ist natürlich, das Rennen am Sonntag zu gewinnen. Ich weiß, dass das nicht leicht sein wird, weil unser Auto hier sicher nicht so dominierend sein wird wie in Japan, weil es hier nicht so viele schnelle Kurven gibt. Aber dennoch ist es sensationell und wird hoffentlich mithalten können.
Ich weiß auch, dass mein Abstand zu den anderen nicht sehr groß ist – immerhin sind die ersten fünf nur durch 31 Punkte getrennt. Mit der neuen Punkteverteilung ist das nur ein bisschen mehr als man für einen Sieg (25 Punkte, Anm.) bekommt. Ich kann es mir also nicht leisten, mich zurück zu lehnen, sondern ich werde da raus gehen und wie immer das Maximum aus mir und dem Auto rausholen.
Bis bald,
Mark
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