swobodabild Foto: Red Bull Photofiles

Snowboard-Ass Marc Swoboda (24) startet am Freitag beim Red Bull Upside Down in Linz. Uns verriet er, wie gute Tricks entstehen und warum er sich eine Roboter-Ferse wünscht.

Sag uns bitte drei Dinge, die dir spontan zu Linz einfallen?
(überlegt) Die Altstadt, die VOEST und Texta (eine Hip-Hop-Gruppe, Anm.), die kommen doch aus Linz, oder?

Hast du deine Tricks für Red Bull Upside Down schon im Kopf?
Das ist schwierig, vor allem, wenn man die Location noch nicht kennt. Ich entscheide das meistens vor Ort, wenn ich das Setting kenne und weiß, welche Kicker aufgestellt werden. Ich hoffe, dass ich noch viel Zeit für das Training in Linz habe.

Wie sieht deine Sieger-Strategie aus?
Ehrlich gesagt, möchte ich diese Saison etwas lockerer angehen. Ich hatte in den letzten Jahren mit Verletzungen zu kämpfen und möchte jetzt einmal eine ganze Saison schmerzfrei bleiben. Mein Ziel ist es, ohne Stress zu fahren, viele Videos zu drehen und Spaß zu haben. Wenn’s in Linz trotzdem klappt, freut mich das natürlich.

Ihr werdet am Freitag unter anderem mithilfe einer Seilwinde über den Kicker gezerrt. Wie kann man sich das genau vorstellen?
Ich habe zum Glück schon ein wenig Erfahrung mit dem Gerät, weil wir mit dieser Winde schon einige Videos gedreht haben. Es ist eine motorisierte Seilwinde, bei der man die Geschwindigkeit einstellen kann. Das geht glaub ich bis zu 80 km/h. Die Rider halten sich am Seil fest und nehmen so Geschwindigkeit auf. Das Teil hat einen ganz schönen Zug drauf.

Eine nette Sache ist auch die Leinwand, auf der eure Pulsfrequenzen übertragen werden. Wirst du unter den drei coolsten Fahrern sein, oder bekommst du schnell Herzklopfen?
(lacht) Ich habe gute Chancen, weil ich im Sommer in Thalgau viel Kondition trainiert habe. Dabei musste ich auch einen Pulsmesser tragen. Wir haben dort an meiner Ausdauer und Kondition gearbeitet. Ich denke schon, dass ich unter den Top drei sein werde. Aber auf diese Sache bin ich auch schon gespannt.

Wie hoch wird dein Puls sein?
Kurz, bevor man den Kicker anfährt, ist die Anspannung am größten. Ich kann mir schon vorstellen, dass meine Frequenz jenseits der 160 liegt. Mein Puls wurde noch nie während eines Bewerbes gemessen, das wird eine tolle Sache.

Hat man als Profi eigentlich noch Angst vor großen Kickern?
Ich glaube, Respekt trifft es besser. Natürlich ist die Anspannung groß, wenn man das erste Mal einen riesigen Kicker anfährt und die Geschwindigkeit noch nicht einschätzen kann.

Beim Red Bull Upside Down wird das Areal vor dem Ars Electronica Center zum Snowboardpark. In welcher Stadt der Welt würdest du gern einen Kicker hinstellen?
New York wäre lustig. Das ist eine wichtige Stadt, da kann man viele Menschen erreichen. Der Central Park wäre ideal für so ein cooles Event.

Wird man dich in Linz auch auf der Aftershow-Party sehen?
In letzter Zeit gehe ich eigentlich nicht mehr so oft fort. Aber gerade bei Contests wie hier in Linz ergibt sich oft eine gute Partie. Es kommen viele Fahrer, die ich kenne. Deshalb werde ich in Linz sicher feiern gehen.

Im Ars Electronica Center läuft gerade eine Roboter-Ausstellung. Welchen Körperteil würdest du dir gerne mit Robo-Technologie aufmotzen?
Das klingt interessant. Ich glaube, ich würde den linken Knöchel nehmen und ihn verstärken lassen. Ich habe mir nämlich schon einmal das linke Sprungbein gebrochen.

Hast du auch einen Lieblingskünstler?
Ich lese gerade die neue Biografie von Tom Waits. Ich mag seine Musik und bin ein großer Blues-Fan. Außerdem höre ich gerne alte Hip-Hop-Sachen wie „A Tribe called Quest“. Mainstream-Musik taugt mir nicht so.


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