Österreich trifft im nächsten Länderspiel auf die Ukraine und Marc Janko ist ins Team-Lager eingerückt. In seinem Blog schreibt der Holland-Stürmer über den neuen Teamchef, die Kapitänsrolle und die Leistungskurven von Red Bull Salzburg und der Admira.
Ich bin seit gestern wieder in Wien und hatte endlich mal wieder die Zeit gefunden, um mich mit Freunden und meiner Familie zu treffen. Leider nicht all zu viel, weil wir heute bereits ins Team-Lager im Hilton Vienna Danube eingerückt sind, um uns auf das nächste Länderspiel am 15. November gegen die Ukraine vorzubereiten.
Von unserem neuen Teamchef Marcel Koller bin ich wirklich begeistert. Er versucht einige neue Strukturen im ÖFB zu schaffen und ist ein sehr erfahrener Mann. Den anfänglichen Gegenwind, der nach seiner Verpflichtung zu spüren war, fand ich äußerst ungerecht. Dieser Mann hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er ein hervorragender Trainer ist und auch seine Erfolge unterstreichen dies. Mit dem VfL Bochum hielt er sich vier Jahre in der deutschen Bundesliga und 1999 wurde er zum Schweizer Trainer des Jahres gewählt.
Dieser Mann hat jede Menge Erfahrung und damit auch eine Chance bei uns in Österreich verdient. Außerdem ist er der erste Teamchef, der mich in den Niederlanden besucht hat. Wir führten ein sehr gutes Gespräch, in dem es natürlich auch um die Kapitänsrolle im Nationalteam ging. Ich habe ihm klar gemacht, dass ich die Schleife natürlich weiterhin sehr gerne tragen würde, für mich aber auch keine Welt zusammenbricht, wenn er einen anderen Spieler auswählen würde.
Im Verein habe ich meine Empfehlung fürs Nationalteam und die Kapitänsrolle sicherlich erfolgreich abgegeben. Bei Twente Enschede läuft es derzeit wirklich sehr gut für mich, ich fühle mich sehr wohl und konnte in 16 Pflichtspielen auch 16 Treffer erzielen. Leider läuft es für meinen Ex-Klub Red Bull Salzburg derzeit ja nicht so blendend. Ich sehe in den Niederlanden immer nur die Zusammenfassungen der österreichischen Ligaspiele und in letzter Zeit habe ich da nicht viel Positives erkannt.
Im Gegensatz zu meinem anderen ehemaligen Klub Admira. Dort hat es Didi Kühbauer geschafft eine wirklich durchschlagskräftige Truppe zusammenzustellen, die einen sehr attraktiven und erfolgreichen Fußball spielt. Ich hoffe, dass es für die Niederösterreicher so weiter geht und sich die Salzburger wieder aus ihrem Tief befreien können.
Ich melde mich in den nächsten Tagen wieder mit News aus dem Teamcamp!
Euer Marc
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