Freerunner Lukas Steiner hat mit Rang 6 beim Red Bull Art of Motion in Japan seinen größten internationalen Erfolg gefeiert. Wir sprachen mit dem Tiroler über kreischende Japaner und seine Zukunfts-Pläne.
War der sechste Platz in Yokohama dein größter Erfolg?
Ich war in Wien 2009 und 2010 schon jeweils Vierter, Rang 6 in Yokohama würde ich aber darüber stellen. Das Starterfeld war hochkarätiger, der Event einfach noch eine Spur größer und das Level höher. Man muss auch sagen, dass das Niveau von Contest zu Contest einfach immer weiter steigt.
Wie war der Parcours gestaltet?
Der Run war toll gestaltet und auch die Location an sich war einfach genial. Es war ein Kessel vor dem Park Hotel in Yokohama im altem Hafen-Viertel. Wir, die Athleten, sind ganz oben gestartet, die Zuschauer waren unter uns. Die Atmosphäre war wirklich ganz toll.
Die Japaner sind ja auch ganz euphorisch, oder?
Ja, die kreischen und schreien, ein Wahnsinn. Es ist wirklich rund gegangen. Ich hab mir nachher YouTube-Clips von Personen angesehen, die im Publikum waren. Da bekommt man erst so richtig, wie laut es war.
War Fukushima und die Strahlenbelastung ein Thema, bevor du nach Japan geflogen bist?
Ich will ehrlich sein, ja. Mir haben anfangs auch alle abgeraten zu fliegen. Nur habe ich hier auch dem Veranstaltern und Red Bull vertraut. Ein mulmiges Gefühl blieb aber, auch wenn man auch in Yokohama nichts direkt von der Katastrophe mitbekommen hat. Strahlung sieht man ja nicht. Und beim Rückflug kamen dann die Meldungen über die extrem hohem Strahlenwerte.
Was alles hast du die Saison noch geplant?
In 2 Wochen bin ich beim Red Bull Motion in Detroit. Weiters drehe ich noch mit dem deutschen Fernsehen. Und Anfang September geht bei mir zu Hause in Tirol eine Jam-Session über die Bühne. Dazu habe ich die besten Freerunner aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eingeladen. Dabei wird gefilmt und fotogarfiert.
Mehr zu Lukas unter www.lukassteiner.at.
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