lucalphandblogfoto © Jörg Mitter / Red Bull Photofiles

Der Hochgeschwindigkeits-Franzose Luc Alphond über Germknödel, eine neue Lebensperspektive und seinen Neujahrsvorsatz für 2010.

Salut,

viel ist passiert bei mir, im vergangen Jahr: Ich hatte bei der Rand'Auvergne-Rallye im Juni einen schwerwiegenden Unfall beim Enduro-Fahren und wäre fast gelähmt gewesen; wenn nicht sogar tot. Der Rand meines Helms hat mir bei einem Sturz vier Halswirbel gebrochen.

Von diesem Standpunkt aus betrachtet, freue ich mich zur Zeit über alles, im Grunde einfach nur darüber, überhaupt noch hier zu sein. Ich bin dem Gevatter gerade noch mal von der Sensenkante gesprungen. Die Folgen waren zwei Monate Spitalsaufenthalt und Leisetreten für den Rest des Jahres 2009. Deshalb steht mir auch meine neue Rolle als Wings For Life-Botschafter recht angemessen ; )

Nebenbei hatte ich aber Zeit, fürs französische Sportfernsehen als Kommentator zu arbeiten, ein bisschen Workout zu betreiben und demnächst geht’s als Co-Kommentator nach Kanada zu den Olympischen Spielen. Außerdem will ich heuer unbedingt wieder beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans mitfahren, das ist nämlich mein Neujahresvorsatz 2010. Dann gibt es auch noch unser Familienrestaurant in den Hautes Alpes, das ich mit meinem Bruder betreibe und das auch gut geht – alles Gründe, mich des Lebens zu freuen!

Mit meinen Red Bull-Kollegen aus den verschiedensten Motorsportklassen treffe ich mich ja mindestens einmal im Jahr – bis auf Brian Vickers vom NASCAR, den kenne ich noch nicht so gut – und dann lassen wir es gemeinsam krachen. Natürlich nur im übertragenen Sinn.

Morgen bin ich beim Kitz Charity-Rennen dabei und das mit nur vier Tagen Vorbereitung auf Skiern seit meinem Unfall. Aber das ist wie Fahrradfahren, das verlernst du nicht! Und dann gibt’s noch so manche Party, der ich einen Besuch abstatten werde. Dort werden wir feiern und hoffentlich ein paar Germknödel bekommen, auf Süßes stehe ich nämlich komplett.

À bientôt, Luc

 

Anmerkung: Vorm Germknödel hat Luc noch beim Skidoorennen am Pass Thurn gewonnen und dabei die gesamte Motorsport-Elite hinter sich gelassen. Gewinnen verlernt der Franzose also ebenso wenig wie Radfahren.

 


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