Kate Allen nimmt auf der Zielgeraden ihrer Karriere noch eine letzte Kurskorrektur vor, konzentriert sich voll und ganz auf die Gold Coast und hofft auf eine finale Explosion.
Davos war diesmal keine restlos optimale Lösung – das Training in den Schweizer Bergen litt punkto geplanter Intensität ein wenig unter den notwendig gewordenen regenerativen Pausen. „Das, was mir mein Herz sagt, stimmt mit dem, was ich meinem Körper nach 13 Wettkampfjahren zumuten kann, nicht mehr ganz überein“, weiß die Olympiasiegerin von Athen, die in Anbetracht der Umstände den geplanten Ausflug an die Themse streicht und sich in Geelong auf den ultimativ letzten Tanz ihrer langen und erfolgreichen Karriere vorbereitet.
„Eine Spitzenplatz-Garantie gibt es ohnehin nie, die Chancen, beim Championship-Race in London (16. August) ganz vorne mitzumischen, sind aber aus heutiger Sicht aufgrund meiner Schwimmleistung eher gering.“ Der famose Kitzbühel-Auftritt und die Europameisterschaft haben bekanntlich viel Substanz gekostet, „im Moment fehlt mir ganz einfach die Spritzigkeit.“ Dabei sein ist der 39-Jährigen aber „zuwenig, wenn ich ein Rennen in Angriff nehme, dann möchte ich auch überzeugen.“
In Geelong – Allen hebt bereits am 12. August in Richtung Down Under ab – wartet bereits John Beckworth. Der Erfolgscoach soll der Wahl-Innsbruckerin in den kommenden vier Wochen vor allem im Wasser zu alter Stärke verhelfen. Das Grand Final an der Gold Coast wird somit zum ultimativ letzten Auftritt der zweifachen Vize-Europameisterin, die von einer Entweder-Oder-Entscheidung spricht. „Gewisse Dinge lassen sich ganz einfach nicht erzwingen. Ich kann mir punkto Saisonvorbereitung nichts vorwerfen, die Wintermonate waren hart und entbehrungsreich, aber in Anbetracht der regenerativen Phasen musste ich zwischen London und der Gold Coast wählen.“
Die Sinnfrage stellt sich für Österreichs erfolgreichste Triathletin in keiner Sekunde. „Ich habe aber nach wie vor unglaublich viel Spaß an dem was ich tue und freue mich sehr auf die kommenden vier Wochen und dieses eine, allerletzte Rennen.“ Mit einem gezielten Trainingsaufbau sei am 13. September ein Platz an der Sonne möglich, „mein Ehrgeiz wird mir im Training helfen, letzte Reserven locker zu machen.“
An den Tag und die Zeit danach denkt Allen nicht. „Mein Fokus gilt einzig und alleine der Vorbereitung auf das Grand Final. Ich will diese letzte Show in vollen Zügen genießen, dafür lohnt es sich noch einmal die Ärmel hochzukrempeln.“
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