Patrick Strasser (c)Ruedi Flueck

Patrick Strasser ist österreichischer Staatsmeistertitel im Kunstflug. Im Interview mit dem Steirer erfahren wir, wofür F und Q im Kunstflug stehen.

Patrick du wurdest schon 2009 Staatmeister im Kunstflug. Wie fühlt es sich an, den Titel zu verteidigen?
Es war 2009 schon lässig, dass es geklappt hat. Es finden nur alle zwei Jahre die Staatsmeisterschaften statt und natürlich habe ich einige schlafende Hunde geweckt. Die Konkurrenz war größer und der Druck dementsprechend groß. Die Titelverteidigung hat geklappt und es ist einfach gewaltig - ein Traum.

Du fliegst ein Q-Programm, Free-Programm und zwei Unbekannte. Kannst du uns das erklären?
Das Q steht für die Qualifikation. Es ist das einfachste aller Programme, da man kann sich darauf vorbereiten kann. Jedoch muss man 60 Prozent der maximalen Wertung erreichen, sonst scheidet man sofort aus. F ist das Free-Programm. Jeder stellt es selbst zusammen und sollte somit ebenfalls optimal darauf vorbereitet sein. Für die Zuschauer schaut jedes Programm anderes aus. Die Unbekannten sind die wahren Herausforderungen. Man bekommt 12 Stunden vor dem Flug das Programm vorgegeben und hat dann Zeit, diese auswendig zu lernen. Einige Piloten schreiben sich Sequenzkarten und fliegen danach. Ich bin der Typ, der es lernt und nur im Notfall einen Blick auf die Karten wirft. Nach der ersten Unbekannten kann der Veranstalter die Hälfte der Teilnehmer streichen. Bei der Staatsmeisterschaft sind wir wegen der schlechten Wetterverhältnisse gleich zwei Unbekannte an einem Tag geflogen. So hatten wir nur knapp 3 Stunden Zeit, um diese zu lernen.

Was bewertet die Jury alles im Kunstflug?
Die Piloten fliegen in einen 1 x 1 x 1 Kilometer großen Korridor. In dieser Box muss man die Figuren aufteilen. Die Box darf man nicht verlassen, ansonsten bekommt man Punktabzüge. Bei den Unbekannten bekommt man das Programm wenige Stunden vor dem Start. Keine Fehler im Ablauf zu machen, ist eine Grundvoraussetzung. Bewertet wird man von vier bis acht Kampfrichtern die 1 bis 10 Punkte vergeben. Sie achten auf die Sauberkeit der Tricks und Elemente. Eine 10 gab es bisher noch nicht, somit sind 9.5 Punkte schon das Maximum. Das Ergebnis wird dann in Prozent der maximalen Punkte angegeben.

Wie siehst du deine Zukunft und die des Kunstfluges?
Die Saison heuer war gewaltig für mich. Die EM hat mich bestätigt. Ich wurde 11. unter 57 Startern. Dieser Platz spornt mich zusätzlich an. Ich bin nicht weit weg von den Besten. Der Staatsmeistertitel ist ebenfalls ein super Erfolg. Nächstes Jahr will ich bei der WM um die Medaillen mitkämpfen. Mit Einsatz und guten Training kann mir das gelingen.

 

 

 


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Maximal 2000 Zeichen: :
    Gib den Code ein und klicke dann auf "Kommentar posten".

    Artikel Details