Thomas Koch (26) hat eine ereignisreiche Saison hinter sich. Der Kapitän des EC Red Bull Salzburg über WM-Träume, Auslandsangebote und den perfekten Angelurlaub.
Österreichs Eishockey-Nationalteam ist nach dem Sieg bei der B-WM in Tilburg wieder erstklassig. Wie fällt dein Turnier-Resümee aus?
Wir haben unser großes Ziel erreicht und sind aufgestiegen. Ich denke, wir können auch mit den Ergebnissen zufrieden sein. Es war klar, dass Japan und vor allem die Ukraine die stärksten Gegner sein werden. Das Match gegen die Ukrainer (Österreich gewann 2:1, Anm.) war für uns sicher das härteste Spiel des Turniers.
Im kommenden Jahr steigt die A-WM in der Slowakei. Was ist für Österreichs Team dort möglich?
Wir wollen auf jeden Fall den Klassenerhalt schaffen. Alles was darüber hinausgeht ist gut, aber wir konzentrieren uns auf unser Ziel. Und das lautet, nicht wieder abzusteigen.
Für das Turnier in der Slowakei wird über eine Verjüngung des Kaders diskutiert. Siehst du bei deinem Verein, dem EC Red Bull Salzburg, Talente, die sich aufdrängen?
Es gibt natürlich viele Talente. Aber ein Talent zu sein, reicht allein nicht aus, um für Österreich zu spielen und bei einer WM dabei zu sein. Die jungen Spieler müssen sich jetzt beweisen und in der Meisterschaft ihre Leistung bringen. Talente müssen sich erst empfehlen, jung zu sein reicht nicht. Für die WM wäre ein Mix aus Routiniers und jungen Spielern sinnvoll.
Du bist heuer mit Salzburg Meister geworden und wurdest in der Erste Bank Eishockey Liga zum wertvollsten Spieler gewählt. Würde dich ein Wechsel ins Ausland reizen?
Natürlich reizt mich das Ausland. Aber ich habe noch bis nächstes Jahr einen Vertrag bei Salzburg zu erfüllen und ich fühle mich hier sehr wohl. Wir haben mit dem Gewinn des Continental Cups auch gezeigt, dass wir in Europa mithalten können. Wenn das Angebot aus einer interessanten Liga kommt, wäre das natürlich eine Überlegung wert. Momentan gilt meine volle Konzentration aber Salzburg.
Welche Ligen außerhalb Österreichs würden dich reizen?
Schweden oder die Schweiz, weil in diesen Ländern technisches und schnelles Eishockey gespielt wird. Das kommt meinem Spielstil sehr entgegen.
Wo steht die österreichische Eishockeyliga im internationalen Vergleich?
Wir brauchen uns in Europa sicher nicht zu verstecken. Wir haben mit Salzburg das internationale Red Bulls Salute-Einladungsturnier und den Continental Cup gewonnen. Wir haben bewiesen, dass ein Team aus Österreich auch große Gegner schlagen können.
Mit der European Trophy in Salzburg und Zell am See gibt es im August ein neues Pre-Season-Turnier. Wie schätzt du eure Chancen ein?
Da kommt die Creme de la Creme des europäischen Eishockeys nach Österreich. Es wird ein harter Test für uns alle. Aber wir werden sicher auch wieder eine beinharte Vorbereitung für die kommende Saison absolvieren. Und vielleicht gelingt uns bei der European Trophy ja die eine oder andere Überraschung.
Mit den Live-Übertragungen ausgewählter Partien auf ServusTV gibt es in der kommenden Saison eine weitere Neuerung. Eine gute Werbung für den Sport?
Selbstverständlich. Die TV-Übertragungen bringen vielleicht auch noch mehr Leute dazu, selbst ins Stadion zu kommen und das Interesse an unserem Sport wird größer. Das österreichische Eishockey braucht mehr Aufmerksamkeit in den Medien, damit wird die Liga auch für Sponsoren interessanter.
Für dich steht jetzt der wohlverdiente Urlaub am Programm. Wo wirst du ausspannen?
Zuerst bei meinen Eltern in Klagenfurt. Danach sind zwei Angelurlaube in Oberösterreich und in Italien geplant. In Österreich will ich Hechte, Karpfen und Forellen fangen, in Italien steht der Wels auf der Wunschliste.
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen