Wer zur Auflage Nummer 72 des Hahnenkammrennens reist, sollte vorbereitet sein - auch sprachlich. Wir präsentieren deshalb ein Wörterbuch für alle Besucher: Dialekt aus dem Unterland – aufgeschnappt am Pistenrand.
A boisl: „Giadei! Tua nid a so dammisch uschutzn. Woat liawa a boisl!“ = „Immer mit der Ruhe! Geh nicht so wild mit den Schistöcken zu Werke, lass dir lieber Zeit!“
A Gschtess: „De oite Schneisn is schiaga oiwei a Gschtess! Bei den Roah hoist da an Kniaschnaggla.“ = „ Die alte Schneise ist fast immer sehr ruppig zu fahren. Nach diesem Hang zittern dir die Knie.“
Awa: „Feascht war d’Hausbergkantn vui z’awa zen foahrn:“ = „Voriges Jahr war die Hausbergkante zu aper, um befahren zu werden.“
Aschling: „Bualein! Lass an Bügel nid laus, sist foahrst aschling d’Liftspur oichi!“ = „Junge! Lass den Bügel nicht los sonst fährst du verkehrt herum die Liftspur runter!“
Gegenteil: „fischling“ = vorwärts.
Auf a nachnd: „Am Hohenlohe tuat’s nach seim brochanen Haxn wieder auf a nachnd.“
= „Dem Prinz von Hohenlohe geht es nach seinem Unterschenkelbruch wieder einigermaßen gut.“
Bärig: „Da Koasa mitn s’ Na schaugg heit wieder bärig aus und d’Leit machend an Halligalli mid eanare Schoipal und Tuschglockn.“ = „Das Wilder Kaiser – Gebirge mit dem Neumond sieht heute wieder prächtig aus und die Leute machen Stimmung mit ihren kleinen und großen Kuhglocken.“
Brennageln: „Entabeig huckt a gschtiaschts Dianei, die brennagescht oiwei ummi zu mia. Werd i auft amoi auf a Neidei ummischaugn.“ = „Dort drüben sitzt eine süße, junge Dame, die dauernd zu mir herüberzwinkert. Ich werde mal auf ein Wangenreiben zu ihr rüberschauen.“
Wax: „De Stroaf woa ma heit z’wax, i bi gonz moor. I moa i geh itzand napfetzn. Pfiat enk God!“ = „Die Streif war mir heute zu anstrengend/wild, ich bin ganz erledigt. Ich glaub’ ich leg mich auf ein Schläfchen hin. Gott behüte euch!“
Kommentare
Einen Kommentar hinzufügen