Das Lexikon zum wichtigsten Skirennen der Saison: 26 Facts über ein Rennwochenende, an dem auch Erik Guay und Jens Byggmark ein bisschen nervöser an den Start gehen als üblich.
A wie Alexander Prokofiev: Der Russe gilt als langsamster Fahrer der "Neuzeit": Er nahm sich 1969 für die Bewältigung der Streif 2:48:84 Minuten Zeit, fast eine Minute mehr als der heutige Streckenrekord.
B wie blau: Die blaue Streckenmarkierung wird aus einem Mix aus Lebensmittelfarbe und Alkohol hergestellt und soll die Fahrer vor einem ungewollten Abbiegen in die umliegende Fichtennadelbotanik warnen.
C wie Champion: Die meisten Abfahrtssiege auf der Streif hat der Österreicher Franz Klammer am Konto: nämlich vier (1975, 1976, 1977, 1984). Im Super-G hält sein Landsmann Hermann Maier mit fünf Siegen den Rekord.
D wie Downhill Race: Der gleichnamige Film mit Robert Redford in der Hauptrolle wurde 1969 auf der Streif gedreht. Redfords Doubles waren zwei Kitzbüheler.
E wie Erik Guay: Der 26-jährige Kanadier fuhr 2006 als Fünfter knapp am Siegespodest vorbei. Heuer zählt er in Kitzbühel zu den Mitfavoriten.
F wie Ferdl Friedensbacher: Gewann 1931 das erste Rennen auf der Streif. Seine Siegerzeit: 4:34,2 Minuten.
G wie Ganslernhang: Hier erfolgt der Start des Kitzbüheler Slaloms.
H wie Hausbergkante: Die Schlüsselstelle des Kurses ist durch einen Red Bull-Torbogen markiert.
I wie Ingemar Stenmark: Der Schwede gewann 1982 den Slalom, bei dem von 110 Startern nur 18 ins Ziel kamen.
J wie Jens Byggmark: Gewann vergangenes Jahr in Kitzbühel beide Slaloms und will auch heuer wieder am Podium ganz oben stehen.
K wie Kitzbühel: Mitteleuropäisches Mekka für Skifahrer, knapp unterhalb des Zielhangs gelegen.
L wie Länge: Auf der Abfahrt müssen die Fahrer 3312 Meter und 860 Höhenmeter zurücklegen.
M wie Mausefalle: Unmittelbar nach dem Startschuss (dem zweitsteilsten des Weltcups) folgt bereits eine der Schlüsselstellen: Hier werden Sprünge bis zu 80 Metern Weite erzielt.
N wie Norwegischer Schneeschuh: Diese skandinavische Innovation wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Großvater des heutigen Besitzers des Zielhanges der Streif nach Kitzbühel gebracht. Später setzte sich aber die etwas unkompliziertere Bezeichnung "Sk" durch.
O wie orthographischer Fehler: Der ortsansässige Bauer, nach dem die Streif benannt wurde, hieß eigentlich Straiff.
P wie Prozent: An ihrer steilsten Stelle hat die Streif 86 Prozent - noch mehr als die Getränke in den Aprés-Ski-Lokalen im Ort.
Q wie Quantität: Laut offizieller Rennstatistik starteten zwischen 1955 und 2003 im Abfahrtsrennen 3575 Läufer. Nur in fünf Rennen kamen alle Teilnehmer ins Ziel.
R wie Rekord: Den 1997 aufgestellten Streckenrekord hält der Österreicher Fritz Strobl: Er benötigte für die Abfahrt 1:51:58.
S wie Seidlalm: Dieser Sprung knapp nach der Hälfte des Rennens wurde nach zahlreichen schweren Stürzen durch Abgrabungen etwas entschärft.
T wie Toilette: Entlang der Strecke werden für das Rennen 150 beheizte Toilettenhäuschen aufgestellt, die mit dem Kitzbüheler Kanalnetz verbunden sind.
U wie "U-Hakerl": Auf dieser auch "Karusselkurve" genannten Stelle kurz nach der Mausefalle können schlechte Techniker viel Zeit liegenlassen.
V wie Vonn, Lindsey: Hat in Kitzbühel Pause: Aus Sicherheitsgründen werden nur Herren-, aber kein Damenrennen gefahren.
W wie Wetter: In der bisherigen Renngeschichte betrug die Maximaltemperatur 12, die Minimaltemperatur -14 Grad. Wetterbedingt abgesagt werden, musste das Rennen sechsmal.
X wie Feli-x Baumgartner: Er verglich die Kitzbüheler Herrenabfahrt mit einem BASE-Jump.
Y wie Yankee: Daron Rahlves, der Sieger von 2003, wechselte nach seiner Alpin-Karriere zum Skier-X. Sein Saisonhighlight hat er eine Woche nach seinen Ex-Konkurrenten: Er startet bei den Winter X Games.
Z wie Ziel: Hier kommen die Fahrer mit einem durchschnittlichen Puls von 180 an.
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