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Brasilien ist der Hot-Spot für Kitesurfer aus der ganzen Welt. Speziell in den Monaten von September bis Dezember trifft sich hier die gesamte Weltelite des Kitesurfens, um bei perfekten Wind- und Wasserbedingungen zu trainieren. Auch Stefan Spiessberger verbringt diese Jahreszeit dort – hier sein aktueller Blog.
 
Servus!

Während sich in weiten Teilen Europas der Winter Einzug hält, beginnen in Südamerika die Temperaturen zu steigen. Für mich war es schon immer ein kleiner Traum, die bei uns kalte Jahreszeit in Brasilien zu verbringen und einfach das zu machen, was mir am liebsten ist – Kitesurfen.
 
Der Sommer verging schnell und es lief alles gut für mich. Nicht einmal eine ziemlich hartnäckige Schulterverletzung konnte meine Motivation und Freude am Sport stoppen.
 
Nach einem 16-stündigen Trip von München via Frankfurt und Salvador landete ich in Fortaleza, im Norden des Landes. Total übermüdet und hungrig (das Essen im Flugzeug war wirklich kein Gaumenschmaus) war ich trotzdem voller Vorfreude auf die erste Kite-Session in der berühmten Cauipe Lagune.

Gleich in den ersten Tagen habe ich mich ziemlich, deshalb musste ich mich selbst ein wenig bremsen. Aber bei Bedingungen wie diesen will man einfach nicht mehr aus dem Wasser gehen und man vergisst schnell darauf, dass der Körper auch ein bisschen Zeit zur Regeneration braucht. Absolutes Flachwasser, konstanter Wind und perfekte Temperaturen, so macht Kitesurfen Spaß!
Die Tage an der Lagune brachten mein Level schon nach zwei Wochen auf einen komplett neuen Stand und es geht im Moment weiterhin bergauf. Schritt für Schritt ging ich in meinen Trainings-Sessions an die Tricks heran, die in meinem Kopf herumschwirrten. Aus einem kleinem Konkurrenzkampf unter Freunden beim Kiten wurde dabei ein kleines Erfolgsrezept: Innerhalb von drei Trainingstagen sollte der jeweilige Trick zum ersten Mal sauber gelandet werden. Dann gibt’s weitere drei Tage, um den Move so stabil und oft wie möglich zu stehen. Dazu kann man nur eines sagen – es funktionierte!
 
Das Leben in Cumbuco, einer kleinen Ortschaft nördlich von Fortaleza, ist eigentlich perfekt an den Lifestyle eines Kitesurfers angepasst. In den Restaurants und kleinen Bars, mit Internet natürlich, lässt sich ein anstrengender Tag am Wasser gemütlich mit einem Caipirinha beenden. Oft bleibt es bei einigen von uns auch nicht bei einem Drink und die Nacht wird zum Tag gemacht. Die Partys in Cumbuco sind legendär.
 
5 weitere Wochen werde ich mein Training in Brasilien noch genießen. Dann steht das nächste Projekt schon vor der Tür. Ich bin praktisch schon auf dem Weg Richtung Süden. Für die nächsten Video-Shootings werde ich mein Training nach Uruau, ein Spot südlich von Fortaleza, verlegen. Eine kleine Lagune mit Pousadas direkt am Spot bietet optimale Bedingungen zum Trainieren.

Auf www.stefanspiessberger.com wird der zweite Teil meines Video-Blogs aus Uruau in den nächsten Wochen zu sehen sein.

Brasilien ist nicht einfach nur ein Land, Brasilien ist die perfekte Kombination aus Lifestyle und Kitesurfen. Denn wenn sich der Sommer bei uns verabschiedet, geht es hier erst richtig los.
 
Bis dann, Stefan.
 
 

Brazil PartOne from Stefan Spiessberger on Vimeo.


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