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Am kommenden Wochenende beginnt für Österreichs schmähsichersten Co-Kommentator die Wintersaison. Im Interview spricht Skisprung-Experte Andi Goldberger über die neuen Regeln, Olympisches Wetter und Armin Assinger.

Der Skisprung-Weltcup 09/10 beginnt in Kürze in Kuusamo. Schon aufgeregt?
Andi Goldberger: Klar! Nach dem langen Sommer ist es ja wieder Zeit geworden. Diese Saison wird besonders spannend. Nicht nur, weil unsere Jungs super drauf sind: Janne Ahonen feiert sein Comeback! Man merkt es einfach, wenn Leute wie er fehlen.

Die Favoritenfrage ist immer schwer zu beantworten. Trotzdem: Wen schätzt du besonders stark ein?

Natürlich mal unsere Burschen. Also Morgenstern, Schlierenzauer und Loizl. Aber wir dürfen auch die anderen Nationen nicht unterschätzen. Die Finnen mit Janne Ahonen und Harri Olli, dann die Polen mit Adam Malysz. Die Norweger mit Anders Jacobsen sind aber genauso gefährlich wie die Russen mit Dimitri Wassiliew.

Wirst du bei allen Wettkämpfen dabei sein?
Ganz bestimmt. Ich bin ja meistens sowieso als Co-Kommentator für den ORF unterwegs und wenn alles klappt, kann ich auch den einen oder anderen Sprung mit der Helmkamera machen.

Also ist auch schon der Flug nach Vancouver gebucht.
In Kanada bin ich natürlich dabei. Ich war schon letztes Jahr dort und muss sagen: Ich war begeistert. Das Land ist super, die Leute total freundlich und der Park ein Wahnsinn. Die Olympischen Spiele werden sicher der Hammer. Das einzige Problem könnte das Wetter sein, weil die Stadt nah am Meer liegt. Aber das wird schon.

Was hältst du eigentlich von den Regeländerungen (die Windbedingungen werden durch eine Formel in die Bewertung miteinbezogen), die den Skisprungsport grundlegend verändern könnte?
Das ist nicht einfach. Auf der einen Seite muss ich sagen, dass es gut ist, dass etwas gemacht wird. Aber ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist. Das Skispringen soll ja für die Zuschauer, die unten im Tal stehen, nicht komplizierter werden – das passiert durch die neue Formel zwangsweise. Aber generell: Wenn das Wetter wirklich schlecht ist, dann halte ich die Formel für einen guten Notplan.

Du machst bei der ORF-Produktion „Das Rennen“ (Dienstag, ORF 1, 21.05 Uhr) mit. Was war deine Motivation?

Besser Ski zu fahren, einfach weil es mir taugt! Ich wollte mich verbessern und möglichst viel lernen.

Wie war die Zeit mit den anderen Promis und Armin Assinger als Trainer?

Die Leute waren alle super drauf, wir hatten alle eine wahnsinnige Gaudi. Armin war als Teamchef sehr gut, auch weil er ein gutes Team aus Co-Trainern und Physiotherapeuten zusammengestellt hat. Wir hatten außerdem Glück mit dem Wetter, das eigentlich die ganze Zeit schön und perfekt zum Fahren war.

Also hat es sich definitiv gelohnt, mitzumachen?
Ganz sicher! Auf das Rennen an sich kommt es ja gar nicht so an. Eher darauf, ob man dabei etwas mitgenommen hat und Spaß hatte. Und den hatte ich.

www.andreasgoldberger.at


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