Warum alle guten Dinge hoffentlich drei sind, Kate Allen schon heute an die Europameisterschaft und ihren Kitzbühel-Auftritt denkt und Davos der Schlüssel zum Erfolg sein könnte.
Bis dato war Madrid für Kate Allen nicht wirklich eine Reise wert. Bei ihren bisherigen Auftritten im Casa de Campo, im Herzen der spanischen Hauptstadt gelegen, landete die Olympiasiegerin jeweils im geschlagenen Feld. Am kommenden Sonntag gastiert der Triathlon-Weltcup neuerlich in der 1800 Hektar großen Parkanlage, der Bewerb zählt zur neu definierten Championship-Race-Serie, die Anfang Mai in Korea gestartet wurde. Nach der Wasserschlacht von Tongyeong, wo Allen den Ellbogen der Konkurrenz wenig entgegen zu setzen hatte, sind die Erwartungen für den Spanienausflug eher zurückhaltend.
Zwar hat das dreiwöchige Heimtraining in Tirol durchaus Spuren hinterlassen, doch das Timing der Bestform zielt auf die Europameisterschaft und eben Kitzbühel ab. "In den Laufschuhen fühle ich mich deutlich wohler als zuletzt, zudem habe ich mich im Sattel steigern können", weiß die Wahl-Innsbruckerin, die sich in Madrid erstmals auf ihre lediglich 5,8 Kilogramm leichte Cube Rennmaschine schwingt. "Das Rad ist fantastisch, punkto Material habe ich sicher keine Ausrede", so Allen, deren großes Fragezeichen die erste Disziplin bleibt. "Das Schwimmtraining in Australien war exzellent, es fehlt aber noch die Konstanz", weiß Österreichs beste Triathletin, die für den Madridauftritt keine Prognosen wagt. Vieles hängt von der Tagesverfassung ab, wenn es mir gelingt im Wasser an der ersten Gruppe dranzubleiben, ist ein Spitzenplatz möglich, ist der Rückstand zu groß wird es wieder erdammt schwer.
Ein neuerlicher Platz im Mittelfeld - der Weltcupauftakt verlief mit Rang 24 unspektakulär - würde keine Panikattacken auslösen, im Gegenteil. "Nach 13 Jahren Spitzensport muss ich mir meine Kräfte einteilen, mein erster Saisonhöhepunkte steht mit der EM in Holten erst in fünf Wochen auf dem Programm, bis dahin gilt es noch einiges zu erledigen. Die Basis stimmt mich positiv, einzig der Speed ist noch ausbaufähig", weiß Allen, die sich ab 6. Juni in Davos den letzte Feinschliff für die große Attacke holt. "Madrid wird einige Fragen beantworten, doch unabhängig der Platzierung weiß ich schon heute was noch zu tun ist." Einziger Wehrmutstropfen der peniblen Planung, die Vorbereitung auf Schweizer Boden geht auf Kosten der heimischen Meisterschaft, die in Wien und ohne Kate Allen über die Bühne geht. Auf die Europameisterschaft folgt das Championship-Race in Kitzbühel, wo Allens Kariere begann. "Die ersten beiden Juliwochen sind mein emotionales Highlight, dann sehen wir weiter."
Mit Emma Snowsill und Emma Moffat fehlen am kommenden Sonntag zwei Favoritinnen, dafür kehrt die Olympia-Zweite Vanessa Fernandes auf den Kurzstrecken-Parcours zurück. Kate Allen ist beim Spanien-Weltcup Österreichs einziger Beitrag, das Rennen wird um 11:30 Uhr gestartet.
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