Red Bulletin

I love Football

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Sportlich muss man Thierry Henry nicht vorstellen. Was aber treibt ihn menschlich an, diesen Ästheten, diesen Liebenden, diesen Poeten des Strafraums? Zeit für ein sehr persönliches Interview.

Großen Stars haftet das Image an, unpünktlich und unfreundlich zu sein: Je berühmter, desto mehr Distanz errichten sie üblicherweise zwischen sich und der Welt. Was also macht man mit einem der erfolgreichsten Fußballer der Gegenwart, der nicht nur pünktlich auf die Sekunde in der Skybox der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim erscheint, freundlich und verbindlich auftritt und so überhaupt nichts von einer Diva hat, sondern Musterprofi ist vom Scheitel bis zur Sohle? Man wirft den sorgfältig ausgedachten Plan über den Haufen und stellt endlich jene Fragen, die man ihm schon immer stellen wollte.

Red Bulletin: Eine Umfrage des britischen „Guardian“ ergab, dass zwei Drittel seiner Leser die Major League Soccer für eine Pensionistenliga halten. Wie gefällt Ihnen diese Einschätzung?
Thierry Henry: Ich lese keine englische Presse, und das aus gutem Grund. Mir egal, was die Leute denken. Was ich sagen kann: Zu Saisonbeginn haben wir gegen Manchester City gewonnen, wir hätten auch gegen Tottenham gewinnen sollen, wenn wir in der Halbzeit nicht gewechselt hätten. Diese Diskussion ödet mich an. Welche ist die beste Liga der Welt? In England werden sie sagen: die englische, in Spanien die spanische und in Deutschland die deutsche. Mich kümmert das nicht. Ich bin nach Amerika gegangen, um die Major League Soccer zu gewinnen. Wir haben eine Reihe exzellenter Spieler in der MLS. Natürlich fällt zuerst immer mein Name und der von ein paar anderen Jungs, die in Europa gespielt haben.

Sie sind eben Botschafter der MLS in Europa …
Ich bin kein MLS-Botschafter, höchstens Botschafter des Fußballs – genau wie alle Jungs da draußen, die jetzt gerade kicken oder trainieren und für ihr Leben gern Fußball spielen. Die MLS wird von den Profis in Colorado oder Dallas genauso repräsentiert wie von mir. Wir haben in den USA eine Reihe einheimischer Spieler, deren Namen man nicht kennt, die aber richtig gut sind. Wenn die nach Europa gingen, würden manche ganz schön Augen machen. Nächster Punkt: In Europa kann man die Spiele der MLS kaum im TV sehen. Die Leute wissen oft gar nicht, was sie schlechtreden, weil sie kein einziges Match gesehen haben.

Das ganze Interview lesen Sie in der Februar-Ausgabe des Red Bulletin.
 


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