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„Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung“. Diesen weisen Rat von Adventure-Sportlern sollten alle Festival-Besucher irgendwie beachten. Hier eine kurze Checklist als Survival Guide.

Das ewige Drama Sommer-Festivals und ihre teils katastrophal ausgerüsteten Besucher und Besucherinnen. Oft scheint es, als würden sich die unterhaltungshungrigen Massen absichtlich unvorbereitet in das Abenteuer stürzen, nur um den Erlebnisfaktor zu erhöhen. Für alle die sich nicht dazu zählen, gibt es hier ein paar goldene Regeln für den Festivalalltag:

Das Zelt:
Ja, es gibt sie zu einem Spottpreis im Supermarkt, dass man sich fragt, warum überhaupt Häuser gebaut werden. Die Antwort, warum es auch teurer Zelte gibt ist klar: sie sind dicht. Die billigen Teile sind nicht mehr als eine bessere Abdeckplane. Also: Es muss nicht gleich das Himalaya-taugliche Expeditionszelt sein, aber die Anschaffung einer vernünftigen Behausung lohnt sich. Und ein immer wieder kursierendes Gerücht stimmt: Man kann ein Zelt auch mehrmals verwenden.

Kleidung:
Der Spagat zwischen Wohlfühlen in Extremsituationen und gut Aussehen ist praktisch nicht zu meistern und die großen Zweifler sind dann gleich für die Fashionweek und eine Polarexpedition ausgerüstet. Im Idealfall: in Schichten denken. Bei der Regenbekleidung nicht auf einen Sponsor warten, der einem einen hauchdünnen Poncho in die Hand drückt. Nur die eigene Regenjacke hält dicht. Ein Tipp für die Schuhe: eine kleine Plastiktüte um die Socken hält die Füße trocken. Von außen zumindest. Und gibt einem das Gefühl, die widrigen Umstände mit McGyver-Taktik zu besiegen.

Essen:

Festivals bieten natürlich ein kulinarisches Spektrum, mit dem man eine Weltreise machen könnte. Im Kleinen zumindest. Was dann auf dem Plastikteller landet, ist aber meistens nicht genau zu definieren und das Gerät aus dem die ofenfrische Pizza kommt eine Mikrowelle. Hier die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, ist eine Herausforderung: offenes Feuer ist auf den meisten Campingplätzen nicht erlaubt, was den Kugelgrill aus dem Keller der Eltern ausschließt. Bleibt noch der Gaskocher und die Dose Ravioli... Fazit: Um auf Festivals wirklich gut zu essen, muss man ein Superstar sein. Gutes essen gibt’s dann wieder daheim! Ein Tipp zum trinken: immer eine Flasche Wasser im Zelt bereit haben. Es gibt nichts schlimmeres, als mit einem Kater und verfilztem Mund aufzuwachen und weit und breit keinen Tropfen zu trinken. Ein Red Bull hilft an dieser Stelle, geistig wieder auf Touren zu kommen.

Hygene:
Ohne Verzicht geht hier gar nichts, trotzdem sollten unbedingt in der Tasche sein: Zahnbürste, Zahnpasta, Toilettenpapier (kann Gold wert sein!), Kondome und Sonnencreme. Alles andere ist Zugabe. Im Sanitärbereich kann man sich inzwischen auch auf diverse Sponsoren verlassen, die von der Luxusdusche über Pickelcreme bis zum Deo alles für makellose Festivalbesucher parat halten.

Einige Open Air Festivals, für die diese Tipps sicherlich gut zu gebrauchen sind:


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