Gregor Schlierenzauer ©Gregor Schlierenzauer

Gregor Schlierenzauer hat die ersten beiden Springen der Vierschanzentournee gewonnen. Wir trafen Gregor nach seinem Triumph im Neujahrsspringen von Garmisch-Partenkirchen zum Interview.

Gratulation zum zweiten Streich und zur Halbzeitführung - was passiert jetzt?
Nichts Außergewöhnliches. Ich freue mich auf einen Ruhetag und daheim, sehe die Führung natürlich nicht als Nachteil, kann beruhigt schlafen und optimistisch nach vorne schauen.

Die Stimmen vom Tournee-Sieg oder sogar dem Grand-Slam werden immer lauter…
Das ehrt und freut mich natürlich, aber die Euphorie kommt definitiv zu früh. Jeder der die bisherige Konkurrenz verfolgt hat weiß, wie schnell, sich das Blatt wenden kann. Ein schlechter Sprung und der Vorsprung ist weg. Ich freue mich jetzt erst mal auf Innsbruck, ein volles Stadium und viele bekannte Gesichter. Meine Form passt, meine Sprünge sind in Ordnung aber noch ausbaufähig, das stimmt mich sehr zuversichtlich.

Welche Konkurrenten können dir am gefährlichsten werden?
Das hängt einzig und allein von meiner Leistung ab. Ich bleibe mit meinen Gedanken bei mir und meinem Paket und versuche den Rest um mich herum auszublenden. Das wird nicht einfach, ist mir bis jetzt aber ganz gut gelungen. Ich glaube, dass es aufgrund der hohen Dichte noch extrem spannend wird, hoffe auf faire Konkurrenzen und gute Nerven, der Rest passiert von selber.

Mit seinen Flügen über 138 und 134 Metern gewann der Stubaitaler nach 2008 und 2010 zum dritten Mal auf der Olympiaschanze und bleibt damit im Trikot des Tournee-Gesamtführenden. Den Vorsprung baute der noch 21-Jährige auf 22,2 Zähler aus, Zimmerkollege Andreas Kofler bleibt sein erster Jäger.

Am 4. Jänner folgt das Heimspringen in Innsbruck, 48 Stunden später geht die Tournee in Bischofshofen zu Ende.

Mehr:
www.vierschanzentournee.com
schlieri.at
 


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