Der englische Bildhauer Antony Gormley stellt seine Ebenbilder zwischen die Horizonte, eisenfest und in aller Echtzeit, die es braucht. Uns lockt er damit in aufregende Gedankengänge. No Cyberstuff!
Aus solchem Mix kommt offensichtlich die Klarheit: deutsche Mutter, irischer Vater, geboren in London, akademische Kunstausbildung, indische Wanderjahre.
Antony Gormley, 60, ist eine weltweit anerkannte Größe der Kunstwelt, Bildhauer im weitesten Sinn. Er schuf Großplastiken und Installationen in Europa und Amerika, darunter Wahrzeichen wie „Angel of the North“, berühmtestes Objekt in Großbritanniens öffentlicher Kunst.
Was Gormleys Rolle so spannend macht, ist der Spagat zwischen fast Pop-mäßigen Aktionen und einer recht nachdenklichen Art der künstlerischen Äußerung.
Hier die Verblüffung eines eher zufälligen Publikums (das darf, soll mitunter auch mitspielen), dort die Nuancen der Fragen zwischen Gestern und Ewig.
Als Mann am Beginn seiner Sechziger ist Gormley eine prolongierte Version des jugendlichen Menschen. Er sagt auch, er fühle sich am lebendigsten, wenn er auf dem Fahrrad im Freilauf den Hügel hinter Kings Cross hinunter zu seinem Studio schwirrt, ein Gefühl wie bei einer Schussfahrt auf Skiern. Ja, er fährt auch Ski, schwimmt, segelt, taucht, wandert. Der solcherart gefestigte Körperbau kommt der Kunst in unterschiedlichen Maßstäben zugute. Am bekanntesten ist die 1:1-Darstellung des nackten Gormley in Eisen, notfalls Glasfiber, falls Leichtgewicht gefragt sein sollte, bloß zur Sicherheit, an der Kante eines Wolkenkratzers.
Die ganze Geschichte lesen Sie in der Februar-Ausgabe des Red Bulletin.

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