kurier_lakejump Erwin Polanc/Red Bull Photofiles.

Freier Fall, punktgenaue Landung - und das alles mitten im See. Bei der Lake Jump Challenge 2010 war die Zielgenauigkeit der Fallschirmspringer gefragt. Der Sieger kommt aus Österreich.

Ein außergewöhnliches Szenario: 36 Fallschirmspringer aus sieben Nationen, deren einziges Ziel es war, punktgenau zu landen. Bei der dritten internationalen Lake Jump Challenge vom 16. bis 18. Juli 2010 haben der Veranstalter, HSV Red Bull Salzburg, und acht weitere Fallschirmsprungmannschaften aus ganze Europa wieder einmal für ein einzigartiges Spektakel rund um den Wörthersee im schönen Kärnten gesorgt.

Mit dem Funmog vorgefahren, die Zielsprungmatte samt elektronischer Messung auf dem See, Steg oder Floß ausgebreitet und schon war das Hubschraubergeräusch am Himmel über dem Badeplatz zu hören. Innerhalb kürzester Zeit sprangen 36 Fallschirmspringer - mit der Absicht so punktgenau wie nur irgend möglich zu landen - aus der BO 105 der Flying Bulls.

Nur zwei Zentimeter groß war der Nullpunkt, die Augen der überraschten und zahlreichen Badegäste dagegen umso größer. Sie waren eben Publikum der 3. internationalen Lake Jump Challenge 2010, zu der der HSV Red Bull Mannschaften aus Deutschland, Ungarn, Slowenien, Tschechien, Österreich, der Slowakei und der Schweiz eingeladen hatte, geworden.

Sieg oder Schwimmen – mit diesem Motto war der Thalgauer Michael Löberbauer am Freitag in den Bewerb gestartet. Nach zehn Durchgängen blieb nur zu sagen, dass sich der Springer des Red Bull Skydive Teams klar für Ersteres entschieden hat. „Die Kulisse rund um den Wörthersee ist unbeschreiblich. Die Plätze waren perfekt gewählt und die Strandbäder rund um den See bestens besucht. Ich denke, dass ich mich bei den zahlreichen Zuschauern bedanken muss. Ich wollte einfach noch um ein paar Zentimeter genauer landen“, so der stolze Gewinner der Einzelwertung. Mit einer Gesamtabweichung von 17cm konnte er nicht nur gewinnen, sondern sich damit bestens auf den Zielsprungweltcup am 21. und 22. August in Thalgau vorbereiten.

Nach erfolgreichen Landungen in Stich, Maiernigg, Krumpendorf am Freitag, Auen, Reifnitz, Klagenfurt, Pörtschach am Samstag, Dellach, Saag, Velden am Sonntag und nur jeweils knapp 45 Minuten Aufenthalt, wurden vor dem Casino Velden die Sieger im Einzel- und Mannschaftsbewerb gekürt.

Hinter dem Gewinner aus Österreich platzierten sich Mirko Münger von CISM Schweiz (18cm) und der Slowene Alexander Cus (19cm) auf die Plätze. Die Teamwertung – hier wurde das Ergebnis aller vier Springer einer Mannschaft zusammengezählt – entschied CISM Schweiz (91cm) vor AK Ptuj aus Slowenien (122cm) für sich. Der Kampf um Rang 3 war ein österreichischer: Nach einem verpatzten Durchgang sammelte das Veranstalterteam des HSV Red Bull Salzburg (226cm) am Ende die „Höchststrafe“ von einem Meter und musste den dritten Platz am Podest in einem Herzschlagfinale dem Red Bull Skydive Team (123cm) überlassen.

Die Lake Jump Challenge könnte im nächsten Jahr durchaus in die Verlängerung gehen, wer nicht so lange warten will, der kann sich die internationale Fallschirmsprungelite beim Zielsprungweltcup im August in Thalgau aus der Nähe ansehen.

Infos:
www.hsv-redbull.at

 


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Maximal 2000 Zeichen: :
    Gib den Code ein und klicke dann auf "Kommentar posten".

    Artikel Details