Freeskie-Rookie Fabio Studer hat beim Red Bull Linecatcher den Einzug in das Finale nur knapp verpasst. Wie er den Backcountry-Contest in Frankreich erlebt hat, erfahren wir in seinem Blog.
Letzten Freitag bin ich zusammen mit Tobias Tritscher zum Red Bull Lincatcher nach Frankreich geflogen. Gelandet sind wir in Marseille. Von dort aus ging es noch ca. 3 Stunden mit dem Auto zum Austragungsort nach Vars. Da wir erst um halb Eins in der Nacht angekommen sind, gingen wir gleich schlafen.
Am Samstag, um Neun Uhr morgens, haben sich alle, die bei der Qualifikation mitfahren mussten, in der Hotel-Lobby getroffen. Zuerst gab es eine kleine Ansprache von Julien Regnier, dem Organisations-Chef und dann ging es auch schon auf den Berg, um unser Face (der Hang, wo die Quali stattfand) anzuschauen. Ich bin das erste Mal in meinem Leben einen Berg mit Ski hoch und dann auch wieder runter gelaufen – und es hatte einen guten Grund, dass wir gelaufen sind: So wurde der Hang für die Quali geschont, es gab nur ein Spur. Zurück im Tal fand die Startnummern-Verlosung statt. Ich hatte die Ehre als erster eine Nummer zu ziehen und Glück - ich zog ich gleich die letzte Nummer! Naja, so viel Glück war es dann doch nicht, denn ich bin zwar in Run 1 als letzter gestartet, in Run 2 aber als erster, da die Startreihenfolge fairerweise umgedreht wurde. Somit hatte ich zwei Runs hintereinander.
Am Sonntag mussten wir ganz früh aufstehen! Ich hatte meinen Wecker auf 6 Uhr gestellt dann noch mal auf 6.15 Uhr, und erst da konnte ich mich aus meinem Bett erheben. Nach einem schnellem Frühstück ging ich mit Tobias Tritscher zum Sessellift, denn um 7 Uhr war schon Treffpunkt - und nebenbei angemerkt: Es war noch keine Sonne am Himmel zu sehen! Es war noch stockdunkel! Oben bei der Bergstation gab es gleich einen Pieps-Check, soll heißen, einer der Bergführer hatte unsere Lawinen-Piepser kontrolliert, denn wir fahren im freien Gelände und da muss man auf alles vorbereitet und somit man auch gut ausgerüstet sein! Nach einer Stunde hochlaufen sind wir am Start angekommen und hatten noch eine Stunde Zeit auf unseren Run vor zubereiten.
Paddy Graham aus UK hatte die Ehre den Red Bull Lincatcher 2011 zu eröffnen und er startete gut mit einem Misty 720 Mute über das erste Cliff und gewann mit diesem Trick sogar denn "Best Trick" in der Quali. Tobias Tritscher ist dann als vierter gestartet und hat einen 720 beim ersten Cliff gemacht – den Sprung hat er auch gut gestanden aber ist leider 10 Meter danach bei einer Querfahrt gestürzt. Nach einer Weile war ich dann an der Reihe. Ich Startete mit einem Switch Cork 540, dann machte ich zwei Turns, denn nächsten Kicker Cork bewältigte ich mit einem 720, dann wieder zwei Turns und über das letzte Cliff sprang ich mit einen Cork 360, den konnte ich leider nicht gut landen.
2nd Run:
Nach dem ersten Run im Ziel angekommen, ging es auch gleich wieder hoch. Nur diesmal mussten wir nicht laufen - wir wurden mit dem Heli hinauf geflogen und das hat extrem viel Spaß gemacht.
Mein zweiter Durchgang war genau gleich von den Tricks, nur das ich denn Cork 360 am Schluss besser landen konnte. Tobias Tritscher konnte seinen 720 ebenfalls gut landen und hatte bei der Querfahrt keine Probleme mehr. Er ist dann aber leider bei einem Natural Hit bei einem 360 gestürzt. Paddy Graham konnte beim zweiten Run leider nicht an den Start gehen, denn er hatte sich beim ersten Run die Schulter ausgekugelt, weil ihm beim Abschwingen im Ziel die Bindung aufgegangen ist nachdem er einen Schlag von der Piste abbekommen hat.
Die ersten drei Rider haben eine Wildcard für das Finale bekommen - ich hatte den Einzug mit Rang 5 leider knapp verpasst.
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