... Hannes Arch: Den Red Bull Air Race-Weltmeister wollen in jüngster Zeit nicht nur motorisierte, sondern auch gefiederte Konkurrenten vom Thron stoßen. Für das kommende Rennen in Windsor (Kanada) hat er trotzdem ehrgeizige Pläne.

Beim Red Bull Air Race in San Diego gelang dir trotz eines Unfalls Platz drei. Wie fühlt sich das an, in vollem Flug mit einem Pelikan zu kollidieren?

Als ob du ein Auto gegen die Wand fährst. Der Aufprall war gewaltig, ich war sicher, das Triebwerk ist ab. Du gehst dann in Sekundenbruchteilen eine Checklist im Kopf durch: Ruhe bewahren, registrieren, ob das Flugzeug weiterfliegt, den Kurs irgendwie durchstehen, dann sicher landen. Ich war ganz schön erleichtert, als ich wieder am Boden war und den Schaden begutachtet habe. Das hätte ganz anders ausgehen können.

In Windsor findet heuer zum allerersten Mal ein Red Bull Air Race statt. Vor- oder Nachteil, aufregend oder egal?

Ist mir völlig wurscht. Ich konzentriere mich auf meinen Job, nicht auf das Drumherum. Für mich zählt ganz allein der Kurs. Nur Budapest fühlt sich für mich ein bisschen anders an, weil es eine Art Heimrennen ist.

Für wie gefährlich hältst du Nicolas Ivanoff, der in der Gesamtwertung nur zwei Zähler hinter dir liegt?

Ich habe schon im Winter gesagt, dass er heuer zu den Topfavoriten zählt. Auf ihn muss ich wirklich aufpassen.

Dein Ziel für Kanada?

Gewinnen, ganz klar. Etwas anderes zu sagen, wäre doch nur Selbstbetrug.


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