... Matthias Mellitzer: Der 83-fache Volleyball-Nationalteamspieler ist seit dieser Saison der neue Partner von Österreichs erfolgreichstem Beachvolleyballer, Clemens Doppler. Im Interview spricht der 28-Jährige über kleine Fortschritte, hohe Erwartungen und seine Vorfreude auf Klagenfurt.
Matthias, du hast vor rund zwei Monaten deinen Arbeitsplatz von der Halle auf den Beachvolleyball-Court verlegt. Wie fällt deine bisherige Bilanz aus?
Durchaus positiv. Clemens und ich hatten schon einige gute Partien dabei, und es sind immer wieder Fortschritte in unserem Spiel erkennbar - auch wenn es sich bis jetzt leider noch nicht in den Ergebnissen zeigt. Aber es war uns auch von Anfang an klar, dass der Umstieg nicht leicht wird.
Was war für dich bis jetzt die größte Umstellung?
Beachvolleyball und Hallenvolleyball sind zwei ganz unterschiedliche Sportarten. Das macht sich schon im Training bemerkbar. Die Bewegungen im Sand sind Kraft raubender, daher wird mehr im Kraft-Ausdauer-Bereich gearbeitet. Zusätzlich kommen für mich mit Aufspiel und Annahme neue spielerische Elemente dazu: Die Annahme habe ich seit ungefähr fünf Jahren nicht mehr wirklich trainiert, am Beach ist sie aber ein wichtiger Bestandteil für unser Spiel.
Den Feinschliff für Klagenfurt habt ihr euch am vergangenen Wochenende bei Red Bull City Beach Jam in Wien geholt. Eine Exhibition fürs Publikum - oder ein ernst zu nehmender Formtest?
Bei der Exhibition gegen Igor Kolodinsky/Dmitry Barsouk haben Clemens und ich noch einmal Selbstvertrauen getankt. Beide Teams haben das Spiel ernst genommen, und wir haben gesehen, dass wir auch mit diesem Spitzenduo mithalten können. Es war also ein gutes Training, auch wenn wir leider in drei Sätzen verloren haben.
Worauf freust du dich bei deiner Premiere im Klagenfurt-Hauptbewerb am meisten?
Auf die Atmosphäre. Bis jetzt war ich in Klagenfurt immer nur in der Qualifikation im Einsatz oder als Zuschauer dabei. Jetzt freue ich mich besonders darauf, vor Heimpublikum zu spielen - und vor 10.000 Fans spielt man ja auch nicht jede Woche.
Welche Ziele hast du dir selbst für das Saison-Highlight gesetzt?
Ich möchte gut spielen, ein oder zwei Gegner aus unserer Gruppe schlagen und die Gruppenphase überstehen. Sensationell wäre es natürlich, wenn wir auch am Samstag noch im Bewerb wären - dann hätten wir unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.
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