model1 Paul Wyeth/OC Events.

Mit Platz sechs in Kiel ist das Red Bull Extreme Sailing Team nicht zufrieden. Für Gastseglerin Miriam Höller gibt’s von Skipper Roman Hagara trotzdem ein dickes Lob.

Roman, wie fällt dein sportliches Resümee nach dem Extrem-Sailing-Tourstopp in Kiel aus?
Es war eine schwierige Veranstaltung für uns. Wir haben dieses Mal versucht, nicht so aggressiv zu segeln, um Frühstarts zu vermeiden. Die Konsequenz daraus war, dass wir nur eine Wettfahrt gewinnen konnten. Die Schwierigkeit besteht darin, die Aggressivität richtig zu dosieren. Mit Platz sechs sind wir sicher hinter unseren Erwartungen geblieben.

Ihr hattet am Sonntag eine Kollision mit dem „The Wave, Muscat“-Team. Wie hast du die Situation erlebt?
Wir hatten Vorrang, als wir uns der Tonne näherten. Nach dem Zusammenstoß dachten wir zuerst, dass wir aufgeben müssen. Wir konnten den Schaden aber noch am Wasser reparieren.

Stimmt es, dass euer Bowman David Vera über Bord geschleudert wurde?
Er ist runtergefallen, konnte sich aber zum Glück noch vorne festhalten. Er hatte Glück im Unglück. Wir sind ja heuer schon einmal gekentert und jetzt hatten wir den Zusammenstoß. Langsam reicht’s (lacht).

Der Segelsport hat in Kiel großen Stellenwert. Wie habt ihr den Stopp in der Hafenstadt erlebt?
Es wurde am Ufer extra eine Meile mit Veranstaltungszelten aufgebaut. Es war natürlich toll, dass auch zwei deutsche Teams am Start waren. Und auch wir wurden sehr gut aufgenommen.

Eure Gastseglerin Miriam Höller kommt ja auch aus Deutschland. Wie hat sie sich an Bord geschlagen?
Ich glaube, wir müssen in Zukunft öfter hübsche Mädchen mitnehmen. Mit ihr an Bord haben wir unsere einzige Wettfahrt gewonnen. Die Jungs waren anscheinend zusätzlich motiviert. Ich muss ihr auch ein Kompliment machen: Miriam war unerschrocken. Da gibt es viele andere Gastsegler, die erst mal paralysiert sind, wenn das Rennen startet.

Miriam ziert das Cover des aktuellen „Playboy“. Warst du schon am Kiosk?
Nein, noch nicht. Wir sind gerade heimgekommen.

Zweiter Gast an Bord war Red Bull Air Race-Vizeweltmeister Hannes Arch. Hat er auch auf dem Wasser eine gute Figur gemacht?
Ja, er beschäftigt sich auch mit der Materie. Segeln interessiert ihn und er hat beim Fliegen ja auch mit Wind zu tun. Außerdem lernen Sportler sehr schnell. Die Gäste dürfen ja nicht eingreifen, wenn’s ums Steuern geht. Sie müssen vor allem ihr Gewicht richtig verlagern.

Wie sieht dein Entspannungsprogramm nach so einem Wochenende aus?
Es waren fünf anstrengende Tage und ich muss mich jetzt wirklich mal ausrasten. Ich werde noch irgendwo gut essen und dann schlafen gehen. 

Endstand 3. Etappe Extreme Sailing Series in Kiel:
1. Groupe Edmond de Rothschild, Yann Guichard (FRA), 167 Punkte
2. Ecover Sailing Team, Mike Golding (GBR), 142
3. The Wave, Muscat, Paul Campbell James (GBR, Oman), 128
4. Oman Sail Masirah, Loick Peyron (FRA/ Oman), 125
5. The Ocean Racing Club, Mitch Booth (NED/ Slowenien), 125
6. Red Bull Extreme Sailing Series, Roman Hagara (AUT), 99
7. Groupama 40, Tanguy Cariou (FRA), 92
8. Wirsol Team Germany, Tino Mittelmeier/ Roland Gäbler (GER), 67
9. Audi Sailing Team Germany, Johannes Polgar (GER), 61

Gesamtstand Extreme Sailing Series nach drei Etappen:
1. Groupe Edmond de Rothschild, 22 Punkte
2. The Wave, Muscat, 20
3. Ecover Sailing Team, 19
4. Red Bull Extreme Sailing, 10
5. Oman Sail Masirah, 17
6. Groupama 40, 9
7. The Ocean Racing Club, 8
8. Team GAC Pindar, 3

www.redbullextremesailing.com

 


Kommentare

    Einen Kommentar hinzufügen

    * Alle Felder müssen ausgefüllt werden
    Maximal 2000 Zeichen: :
    Gib den Code ein und klicke dann auf "Kommentar posten".

    Artikel Details