Dass Snowboard-Pro Sigi Grabner ein begeisterter Radler ist, wissen wir spätestens seit seinen ausgedehnten Touren durch Europa. Beim Kärntner Ironman Austria bewältigte er souverän die 90 Kilometer in der VIP-Staffel.
Der Ironman Austria sah am Wochenende in Klagenfurt und Umgebung starke Sportler und starke Leistungen. Erstmals ging auch eine VIP-Staffel an den Start. Zehn österreichische Prominente nahmen sich abschnittsweise die Ironman-Distanzen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen vor. Mit von der Partie: der Kärntner Sportler des Jahres 2009, der Snowboard-Pro Sigi Grabner.
Für Sigi war der traditionsreiche Kärnten Ironman Austria eine Premiere. „Das war mein erster Kontakt mit dem Ironman – ich war bisher auch noch nicht als Zuseher dabei, weil ich zu dieser Zeit immer in Andorra bin. Dieses Jahr habe ich aber die Einladung zur VIP-Staffel-Teilnahme gerne angenommen.“ Der radbegeisterte Wintersportprofi übernahm 50% des Bike-Parts.
Nach langer Wettkampfpause aufgrund einer Sprunggelenksverletzung, die sich Sigi im Dezember 2009 zugezogen hat, freute er sich, endlich mal wieder bei einem Event dabei zu sein: „Mein Ziel war, den Bewerb von innen als Aktiver aufzunehmen. Die Stimmung war ganz toll! Vergleichbar mit Bergetappen bei der Tour de France feuern die Zuschauer entlang der Strecke alle Teilnehmer an.“
Das pusht natürlich auch einen Routinier wie Sigi Grabner. Fasziniert hat den gebürtigen Saureggener auch die Zielankunft. „Das waren tolle Szenen, wenn die vielen Hobbysportler ins Ziel kommen und die Familien – oft die Kinder – ihre Väter und Mütter im Ziel empfangen: eine sehr berührende Stimmung. Es geschafft zu haben, ein „Finisher“ zu sein, das ist das Ziel für die meisten.“
Mit etwa zwölf Jahren begann Sigi vom elterlichen Bauernhof am Hochsinner aus die umliegenden Berge zu belaufen und mit dem Mountainbike erste Routen in den Nockbergen zu erkunden. „Seitdem ist Ausdauersport ein großes Hobby und gleichzeitig die perfekte Vorbereitung für mein Schneetraining und die Rennen im Winter.“
Da steckt viel Wahrheit drinnen, denn seit 16 Jahren gehört Sigi zur absoluten Weltspitze im alpinen Snowboarden. Mittlerweile ist er jeden Sommer auch auf dem Straßenrad unzählige Kilometern unterwegs, verbindet das mit außergewöhnlichen Projekten wie 2008 „Von Austria nach Andorra“ oder 2009 „Von Andorra bis ans Ende der Welt – und zurück“.
2010 standen nach der Rehabilitationsphase seiner Verletzung die 90 Kilometer beim Kärnten Ironman Austria am Programm. „Triathlon hat mich seit jeher sehr gereizt, speziell die Lang-Distanz-Variante wie der Ironman.“
Und dank seiner Teilnahme am letzten Sonntag ist Sigi Grabner nun so richtig auf den Geschmack gekommen: „Ich möchte in den nächsten Jahren gerne einmal die Gesamtstrecke bewältigen. Das Biken sollte ohne Probleme machbar sein, das Laufen sollte mit dem Sprunggelenk in wenigen Monaten auch wieder uneingeschränkt klappen. Einzig das Schwimmen ist (noch) nicht meine Stärke. Da muss ich erst mal die richtige Schwimm-Technik lernen und dann viel trainieren.“
Doch auch das wird der sympathische 35-Jährige packen.
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