Red Bulletin

Eine Liebe zum Hudson

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Ups, und kräftig die Augen gerubbelt! Hornissen-Alarm in New Yorks riesenhafter Arena von Weltwahrzeichen.

Rechts die Freiheitsstatue, hinten Staten Island und Brooklyn, links Manhattan mit der ganzen Wucht seiner Monumente und in der Mitte der legendenreiche Hudson River.

Über den Zuschauer bricht das Vergnügen herein, sich sein eigenes Panorama einzurichten, die Details nachzuschärfen, eine Postkarte seiner Wahrnehmung einzuscannen und abzuspeichern im Ordner der fröhlichen Erinnerungen.

New York ist ein Ort, an dem Zynismus abprallt, sagt mein wissender Kollege Stephen Bayley. Damit lassen sich etliche Dinge fein erklären, etwa das Phänomen, dass wir „Sex and the City“ als netten Heimatfilm wahrnehmen, ohne uns eine Sekunde mit einem Vergleich zu „Frühstück bei Tiffany“ aufzuhalten.

Auch die Überwindung von 9/11 läuft mittlerweile ganz pragmatisch, wenngleich auf einem Security Level rundum, von dem man zuvor keine Vorstellung hatte. Die New Yorker haben sich daran gewöhnt, an allen möglichen Locations gefilzt zu werden, wiederum ohne bad feelings.
So ist es erklärbar, dass 16 eigenständige Authorities von New York und New Jersey, von Homeland Security, von der Nationalparkverwaltung der Freiheitsstatue bis zur U. S. Coast Guard, vom Newark Fire Department bis zur Marine Unit des New York Police Department, zum gemeinsamen Entschluss kamen, das Red Bull Air Race nicht nur zu genehmigen, sondern willkommen zu heißen. Da wollten sie alle mitsammen wohl auch sagen: In dieser Stadt ist alles möglich, wie schon immer, und wir wollen selbstverständlich auch wieder feiern und die Fahne fliegen lassen.

Und ja, es werde möglich sein, die Einflugschneise im Tiefflug knapp neben der Freiheitsstatue zu führen, welch phantastisches Motiv für Zuschauer, Film und Fotos, warum sollte man das versagen?

Péter Besenyei, Lichtgestalt dieses Sports vom ersten Moment an, erinnert sich, dass mitten in Europa erst einmal 24 Behörden zustimmen mussten, bevor ihm überhaupt erlaubt wurde, die Kunst des Möglichen in die Luft zu zeichnen. Da war noch keine Rede von einem Rennen, gar von einer Rennserie oder einer Weltmeisterschaft. Man erlaubte dem Piloten endlich, unter der Kettenbrücke in Budapest durchzufliegen.

Lies die ganze Geschichte in der August-Ausgabe des Red Bulletins.


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