Das Areal vor dem Ars Electronica Center in Linz wird am Freitag zum Snowboard-Park. Beim Red Bull Upside Down geht es um Style, drinnen geht es um digitale Kunst. Hier sind die Facts.
80
In der Stahlstadt Linz entsteht für das Red Bull Upside Down ein Snowpark mitten in der City. Vor dem Ars Electronica Center (AEC, Hauptstraße 2) kämpfen 16 der weltbesten Freestyler um den Contest-Sieg. Die Spielwiese für die Boarder beinhaltet vier Rails und einen Kicker, der mittels motorisierter Seilwinde bezwungen wird. „Mit der Winde erreicht man Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h. Das Teil hat ganz schön Zug drauf“, freut sich Teilnehmer Marc Swoboda im Interview bereits auf den Kicker.
1996
In Linz-Urfahr ist seit 1996 das spektakulärste Museum der Stadt beheimatet. Das Ars Electronica Center oder „Museum der Zukunft“ verfolgt das Ziel, die Technik der Zukunft schon heute erlebbar zu machen. Egal, ob interaktive Installationen, 3D-Welten oder futuristische Forschungslabore: Im AEC werden Wissenschaft, Medien und Technik auf aufregende Weise zugänglich gemacht.
6.500
Viele Visionen brauchen viel Platz. Die 6.500 Quadratmeter Gesamtfläche des Ars Electronica Centers teilen sich wie folgt auf: 3.000 Quadratmeter für Ausstellungen, 400 Quadratmeter für Seminare und 640 Quadratmeter für die Gastronomie. Dazu kommt der Austragungsort des Red Bull Upside Down 2010: der 1.000 Quadratmeter große Vorplatz für Open-Air-Events.
5.100
Im Jahr 2007 erfolgte der Startschuss zum Komplettumbau des AEC. Die nach außen hin größte Veränderung stellt seit der Fertigstellung die 5.100 Quadratmeter große LED-Fassade dar. Die auffällige Außenwand soll ein architektonisches Pendant zum Lentos-Kunstmuseum bilden, das sich auf der anderen Seite der Donau befindet. Beim Red Bull Upside Down kommt der LED-Fassade eine weitere Funktion zu. Auf der Außenwand des AEC werden während des Contests die Pulsfrequenzen der Snowboarder übertragen.
160
Die Live-Übertragung der Herz-Schläge lässt die Zuseher an der Verfassung der Boarder teilhaben. Es wird sich zeigen, welcher Rider angesichts der sportlichen Herausforderung einen kühlen Kopf und einen ruhigen Pulsschlag behält. Österreichs Aushängeschild Marc Swoboda rechnet mit einer Pulsfrequenz jenseits der 160.
7
Einmal pro Jahr wird das AEC zum Mekka der internationalen Medienkunst. Seit 1987 wird in Linz der „Prix Ars Electronica“ vergeben, mit dem künstlerische Arbeiten am Computer ausgezeichnet werden. Der Preis ist mit teilnehmenden Künstlern aus mehr als 70 Nationen zu einem Spiegel der internationalen Medienkunst geworden und wird in sieben Kategorien vergeben. Seit 1987 wurden insgesamt 42.245 Projekte eingereicht.
22
Wer am Freitag das Red Bull Upside Down besucht, sieht nicht nur beste Snowboard-Action an einer außergewöhnlichen Location. Nach der Siegerehrung (ca. 22 Uhr) startet in Linz die Partynacht. Hip-Hop-Fans kommen beim Konzert von „Da Stammtisch“ in der Stadtwerkstatt auf ihre Rechnung. Für Freunde elektronischer Klänge steigt im Stadtkeller eine DJ-Session. Bereits am Donnerstag werden im Deep Space Kino des AEC von 19 bis 24 Uhr Snowboard-Videos gezeigt. Der Eintritt ist frei.
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